Neue Leitung beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz: Jana Koehler

Mit einem akademischen Symposium feierten die Universität des Saarlandes und das DFKI die Staffelübergabe von Professor Dr. Wolfgang Wahlster an Professorin Dr. Jana Koehler. Der Festakt mit internationalen Beiträgen aus dem Umfeld des DFKI fand am 25.02. auf dem Saarland Informatics Campus in Saarbrücken statt.

Seit 1. Februar 2019 hat Professorin Koehler den Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken inne und ist in Personalunion die neue CEO des DFKI. Leiten wird sie das DFKI zusammen mit CFO Dr. Walter Olthoff, kaufmännischer Geschäftsführer seit 1997. Professor Wahlster steht dem DFKI weiterhin als Chief Executive Advisor zur Verfügung.

Bereits in den 80er Jahren investierten die Bundesregierung, aber auch das Saarland und Rheinland-Pfalz in die KI-Forschung. Prof. Dr. Wahlster übernahm 1982 den Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Er war maßgeblich eingebunden in die Gründung des DFKI 1988, von Beginn an wissenschaftlicher Direktor und seit 1997 CEO. Nach über 20 Jahren an der Unternehmensspitze zieht sich Prof. Wahlster aus der Unternehmensleitung zurück. Die Berufung von Prof. Dr. Koehler als Nachfolgerin von Prof. Wahlster an der Universität des Saarlandes und als CEO des DFKI ist das Ergebnis einer internationalen Ausschreibung und eines Verfahrens, das bereits 2017 begann.

Prof. Dr. Jana Koehler war Professorin für Informatik an der Hochschule Luzern/Schweiz. Methoden der Künstlichen Intelligenz und das Thema Geschäftsprozessmanagement waren dort ihr Schwerpunkt in Lehre und Forschung. Von 1990 bis 1996 war sie bereits Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFKI in Saarbrücken, absolvierte Forschungsaufenthalte an den Universitäten Linköping (S), Maryland (USA), Berkeley (USA), Freiburg (D). Weitere berufliche Stationen waren die Firma Schindler und das IBM Forschungslabor in Rüschlikon/Schweiz. Sie ist Ko-Autorin eines der wichtigsten Standards im Bereich Business Process Management der 2011 verabschiedet wurde (BPMN 2.0). Ihre aktuelle Forschung fokussiert auf KI für Industrie 4.0 sowie Architekturen intelligenter Planungs- und Schedulingsysteme.

Das Finanzvolumen des DFKI lag 2017 bei 45,9 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen ca. 1000 Mitarbeiter aus ca. 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Smarte Daten & Wissensdienste, Cyber-Physical Systems, Multilinguale Technologien, Planbasierte Robotersteuerung, Educational Technologies, Interaktive Textilien, Robotik, Innovative Retail, Wirtschaftsinformatik, Eingebettete Intelligenz, Smart Service Engineering, Intelligente Analytik für Massendaten, Intelligente Netze, Agenten und Simulierte Realität, Erweiterte Realität, Sprachtechnologie, Kognitive Assistenzsysteme und Innovative Fabriksysteme.

 

 

(Quelle: DFKI)

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