Immobranche diversifiziert in Start-ups mit Fokus API, Künstliche Intelligenz und IoT.

In den vergangenen sechs Jahren stiegen die branchenübergreifenden Aktivitäten der führenden internationalen und deutschen Immobilienunternehmen um mehr als das Fünffache.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „New Entrants – New Rivals. How top real estate players are seeking new revenue sources“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, für die die fünf größten internationalen Fondmanager nach Assets under Management sowie 40 der umsatzstärksten deutschen Immobilienunternehmen analysiert wurden.

Demnach erhöhte sich die Zahl der Produkteinführungen, M&A-Aktivitäten, Partnerschaften, Joint Ventures und Inkubator-Programme mit Start-ups jenseits der Real-Estate-Branche von neun im Jahr 2013 auf 49 in 2018, was einer durchschnittlichen jährlichen Zuwachsrate (CAGR) von 40 Prozent entspricht.

Insgesamt waren die befragten Immobilienunternehmen in den vergangenen sechs Jahren in 146 Fällen branchenübergreifend aktiv – zwei Drittel der Aktivitäten fanden in den vergangenen zwei Jahren statt. Gründe für den deutlichen Anstieg seit 2016 sind vor allem die rege Einführung neuer Produkte und der Aufbau zahlreicher Start-up-Inkubatoren. Die M&A-Aktivitäten markierten hingegen 2015 ihren Höchststand und nahmen zuletzt leicht ab.

Technologiesektor im Visier

Der Großteil (52 Prozent) der branchenübergreifenden Aktivitäten konzentriert sich auf den Bereich Technologie, wobei digitale Innovationen das Tempo und die Richtung für Trends der Immobilienbranche vorgeben. Das Hauptinteresse der etablierten Immobilienunternehmen liegt auf digitalen Nutzerschnittstellen (37 Prozent), Künstlicher Intelligenz (16 Prozent) sowie Cloud-Diensten und dem Internet der Dinge (je 11 Prozent).

Proptechs, die als neue Marktteilnehmer für einen verstärkten Wettbewerb in der Branche sorgen, stellen für etablierte Unternehmen häufig Kooperationspartner oder Akquisitionsziele dar. Branchen wie Dienstleistungen vor allem für Gemeinwesen, Beratung und Finanzen (13 Prozent), Energie (11 Prozent) und Gesundheitswesen (10 Prozent) rücken ebenfalls verstärkt ins Visier der befragten Immobilienfirmen.

 

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(Quelle: PwC)

 

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