Indien öffnet Markt für israelische Startups. Eine weitere wirtschaftliche “Rendite” der Abraham-Verträge zwischen Israel, VAE und Bahrain.

Israelische Startups und Unternehmen haben einen privilegierten Zugang zum US-Markt und können de facto fast wie US-Unternehmen agieren und genießen zudem ein hervorragendes Image. Die positiven Beziehungen zwischen Indien und Israel zeigen sich schon seit längerem, wie auf GLOCALIST berichtet.

Das Potential für israelische Startups wird nun durch ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen Indien und Israel massiv vergrößert, was in den nächsten Monaten wohl Substanz realisieren wird.

Auch dieser sehr rasche Abschluß ist eine “Rendite” der Abraham-Verträge zwischen Israel, VAE und Bahrain, denn derartige Verträge wie zwischen Indien und Israel sind nun einfacher und rascher zu schließen, da keine Probleme mit arabischen Staaten mehr in das Kalkül zu ziehen sind.

So haben auch vor wenigen Tagen Südkorea und Israel eine Vereinbarung geschlossen, die den Import koreanischer Autos nach Israel um rund 7 bis 9 % verbilligen wird. Auch dies wurde erst mit den Abraham-Verträgen möglich.

Wie das israelische Wirtschaftsmagazin Globes berichtet, haben “Startup Nation Central” (Israel) und “iCreate” (Indien) ein entsprechendes MoU unterfertigt, was die Zusammenarbeit zwischen indischen und isralischen Unternehen erheblich erleichtern soll.

Das Abkommen wurde bei einer Zeremonie in Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat (Indien) unterzeichnet; jener Bundestaat in welchen der heutige Premierminister Indiens, Narendra Modi, Gouvernour war.

An der Vertragszeremonie nahmen der israelische Botschafter in Indien, Ron Malka, und der israelische Generalkonsul in Mumbai, Yaakov Finkelstein, teil. Vijay Raghavan, der wichtigste wissenschaftliche Berater der indischen Regierung, und der indische Botschafter in Israel, Sanjeev Kumar Singla, nahmen online teil.

Flankierender Rahmen ist der “India-Israel Industrial R&D and Technological Innovation Fund (I4F)”, der gemeinsam vom indischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie und der israelischen Innovationsbehörde verwaltet wird. Der Fonds wurde anlässlich des Staatsbesuchs von Premierminister des Staat Israel, Benjamin Netanjahu, im Jahr 2018 in Indien mit einem Investitionsvolumen von 40 Millionen US-Dollar und einem zeitlichen Rahmen von 5 Jahren eingerichtet.

Damit ist ein Milliardenmarkt für israelische Startups eröffnet worden.

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