Exclusive: E-Interview with ’Jon’ Medved, CEO of ’OurCrowd’ (Jerusalem) // Exklusiv: E-Interview mit ’Jon’ Medved, CEO von ’OurCrowd’ (Jerusalem)

A GLOCALIST series of e-interviews in loose succession with international interviewees about Israel, business and innovation. With the discontinuation of GLOCALIST, the interviews have been migrated to this blog ‘VonNaftali’.

The most recent interviews were with Joe van Zwaren, CEO and co-founder of JLM BioCity (Jerusalem). Other interviewees included Noa Gastfreund, co-founder of the ‘UAE-IL Tech Zone’ (Tel Aviv) , Dr. Raphael Nagel, founder of the ‘Abrahamic Business Circle’ (Dubai), Rabbi Aharon Lavi, founder and CEO of the NGO ‘Hakhel’ (New York/Jerusalem), Alberto Onetti, chairman of ‘Mind the Bridge’ (San Francisco), whose study on the Israeli eco-system was presented on Glocalist, or Frank Müller-Rosentritt (Berlin), member of the German Bundestag for the FDP.

Here e-interview with Jonathan (‘Jon’) Medved, founder and CEO of the crowdfunding platform ‘OurCrowd’ (Jerusalem). OurCrowd is a global venture investment platform that enables institutions and individuals to invest and participate in emerging companies.

With $1.8 billion in committed funding and investments in more than 255 portfolio companies and 27 venture funds, OurCrowd offers its members, 93,500 accredited and institutional investors, family offices and venture capital partners from over 195 countries, the opportunity to invest on equal terms.

Ranked by PitchBook as the most active venture investor in Israel, OurCrowd portfolio companies have been acquired by some of the world’s most prestigious brands, including Microsoft, Uber, Canon, Oracle, Nike and Intel.

Jonathan (‘Jon’) Medved is a serial entrepreneur and, according to the Washington Post (2007), “one of Israel’s leading high-tech venture capitalists”. In the NY Times supplement “Israel at 60” (2008), Medved was named as one of the 10 most influential US Americans who have influenced Israel.

Prior to ‘OurCrowd’, Medved was co-founder and CEO of ‘Vringo’ (Nasdaq:VRNG) and co-founder and general partner of ‘Israel Seed Partners’, with $262 million under management.

DEUTSCH/GERMAN

Eine GLOCALIST-Serie von E-Interviews in loser Folge mit internationalen Gesprächspartner über Israel, Wirtschaft und Innovation. Mit der Einstellung von GLOCALIST wurden die Interviews auf diesen Blog ‘VonNaftali’ migriert.

Zuletzt fanden Interviews mit Joe van Zwaren, CEO und Co-Gründer von JLM BioCity (Jerusalem). Weitere Gesprächspartner waren u.a. Noa Gastfreund, Co-Gründerin von der ’UAE-IL Tech Zone’ (Tel Aviv) , Dr. Raphael Nagel, Gründer des ’Abrahamic Business Circle’ (Dubai), Rabbi Aharon Lavi Gründer und CEO der NGO ’Hakhel’ (New York/Jerusalem), Alberto Onetti, Vorsitzender von ’Mind the Bridge’ (San Francisco), deren Studie zum Eco-System Israel auf Glocalist vorgestellt worden ist, oder Frank Müller-Rosentritt (Berlin), Abgeordneter zum Deutschen Bundestag für die FDP.

Heute E-Interview mit Jonathan (’Jon’) Medved, Gründer und CEO der Crowdfundingplattform ’OurCrowd’ (Jerusalem). OurCrowd ist eine globale Venture-Investment-Plattform, die es Institutionen und Einzelpersonen ermöglicht, in aufstrebende Unternehmen zu investieren und sich an ihnen zu beteiligen.

Mit einem zugesagten Finanzierungsvolumen von 1,8 Milliarden US-Dollar und Investitionen in mehr als 255 Portfoliounternehmen und 27 Risikofonds bietet OurCrowd seinen Mitgliedern, 93.500 akkreditierten und institutionellen Investoren, Family Offices und Risikokapitalpartnern aus über 195 Ländern, die Möglichkeit, zu gleichen Konditionen zu investieren.

Von PitchBook als der aktivste Venture-Investor in Israel eingestuft, wurden OurCrowd-Portfoliounternehmen von einigen der renommiertesten Marken der Welt übernommen, darunter Microsoft, Uber, Canon, Oracle, Nike und Intel.

Jonathan (’Jon’) Medved ist ein Serienunternehmer und laut Washington Post (2007) “einer von Israels führenden High-Tech-Risikokapitalisten”. In der NY Times Beilage “Israel at 60” (2008) wurde Medved als einer der 10 einflussreichsten US-Amerikaner, die Israel beeinflusst haben, genannt.

Vor ‘OurCrowd’ war Medved Mitbegründer und CEO von ‘Vringo’ (Nasdaq:VRNG) und Mitbegründer und General Partner von ‘Israel Seed Partners’, mit 262 Millionen US-Dollar unter Verwaltung.

INTERVIEW

English follows German

Glocalist: Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein digitales E-Interview genommen haben. ‘OurCrowd’ wurde 2013 in Jerusalem gegründet und stellt heute eine der erfolgreichsten Crowdfunding-Plattformen für Eigenkapital weltweit dar. Können Sie unseren Lesern in Europa erklären, was OurCrowd genau macht, Meilensteine Ihres Erfolges und vielleicht ein wenig über die Vision, den Geist der Gründung von ‘OurCrowd’ erzählen?

Jon: OurCrowd ist die größte Equity-Crowdfunding-Plattform der Welt. OurCrowd hat seit dem Start im Februar 2013 ein zugesagtes Kapital von über 1,8 Milliarden Dollar erreicht und ermöglicht akkreditierten Investoren (nach US-Recht Personen mit einem Jahreseinkommen von 200.000 US-Dollar oder einem Vermögen von 1 Million US-Dollar außerhalb ihres Hauptwohnsitzes), in Startups zu investieren, die die Zukunft gestalten. Für einen Scheck über 10.000 US-Dollar erhalten akkreditierte Investoren die Möglichkeit, sich neben Bill Gates und anderen Milliardären an Deals zu beteiligen.

Bislang hat OurCrowd Gelder für über 270 Unternehmen gesammelt. Früher konnte man das Tausendfache seines Geldes verdienen, wenn man Apple oder Amazon beim Börsengang gekauft und verkauft hat. Heute kann man mit Tech-Unternehmen ein ernsthaftes Vielfaches machen, aber nur, wenn man privat in sie investiert, bevor sie an die Börse gehen und normalerweise in einem frühen Stadium sich befinden.

Aber die Frühphaseninvestitionen in private Unternehmen werden von einer kleinen Gruppe von Risikokapitalfonds und Investoren kontrolliert, und die Durchschnittsperson bleibt außen vor. Venture-Fonds erfordern Mindestinvestitionen in Höhe von Millionen von Dollar und wenn Sie nicht eine Lösung wie OurCrowd verwenden, können Sie nicht in diese Unternehmen investieren. Bei einem Venture-Fonds suchen Sie nicht die Geschäfte aus – die Venture-Manager finden die Unternehmen, verhandeln die Bedingungen und setzen Ihr Geld ein.

OurCrowd ist eine größere und innovativere Struktur. Wir lassen den Einzelnen sein eigenes Portfolio aufbauen, sei es Zebra Medical, das KI-gesteuerte Analysen von radiologischen Bildern durchführt, Skytran, das ein fliegendes Autosystem der nächsten Generation entwickelt, oder ein autonomer Flugroboter, der Früchte pflückt, wie der von Tevel.

Glocalist: Haben Sie ein paar Zahlen für uns über das finanzielle Engagement bzw. die Investitionen aus EU-Europa? Ich darf klarstellen, dass mit EU-Europa nicht die Zahlen aus UK gemeint sind. Sollte es mehr finanzielle Investitionen aus EU-Europa auf OurCrowd geben und wenn ja, warum? Was sagen sie potentiellen Investoren aus EU-Europa, warum sie in israelische Startups auf “OurCrowd” investieren sollten?

Jon: Die EU ist eine riesige Investitionsquelle und steht Israel nahe, mit einer großen Anzahl von großartigen Unternehmensinvestoren, die mehr tun sollten. Es gibt viele in der Mobilitäts- und Automobilindustrie, die ernsthafte Geschäfte mit Israel machen, aber es gibt einen Bedarf für alle europäischen Großindustrien, sich zu engagieren. Israel stellt eine riesige Schatztruhe an ’Einhörnern’ (’Unicorns’: Dies sind in der Regel Startups im Privateigentum mit einer Unternehmensbewertung größer als 1 Milliarde US-Dollar. Eingefügte Anmerkung von Glocalist) mit massiven Möglichkeiten für Investoren dar.

Im Februar berichtete ’The Marker’ , dass die europäischen Investitionen in israelische Startups um 63 Prozent auf einen Rekordwert von 1,28 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 gestiegen sind – etwa 12,5 Prozent der Gesamtinvestitionen. Vor fünf Jahren investierten die Europäer nur 331 Millionen US-Dollar in das Land. Was sagen wir potenziellen Investoren in Europa? Sie sollten wissen, dass Investitionen in Israel großartig sind und sie bei diesen Deals einsteigen sollten.

Die Leute sollten in israelische Startups investieren, weil man damit Geld verdienen kann. Und heute ist es für jeden, der Geld hat, wichtig, in private Startup-Unternehmen zu investieren. Die Leute sollten sich in dieser Anlageklasse engagieren. Aber dies in Israel zu tun, bedeutet, sich an dem wichtigsten Teil der israelischen Wirtschaft zu beteiligen, der sich mit globalen Herausforderungen befasst: Wasser, Energie, Luft, Gesundheit, Bildung, finanzielle Inklusion – und das ist eine gute Sache.

(c) Jon Medved, CEO OurCrowd

Glocalist: Jüngste Umfragen zeigen, dass EU-Europa in der Investitionslandschaft Israels kaum eine Rolle spielt, was nicht der Größe und Relevanz von EU-Europa entspricht. Antisemitismus ist zum neuen, alten Mainstream in Europa geworden. Wir, die Diaspora, sind die Leidtragenden. Die Zunahme antisemitischer Vorfälle in Deutschland z.B. liegt bei 17% (2020) und die Außenpolitik der EU lässt keine Gelegenheit aus, gegen Israel zu stimmen. Welche Tipps oder Anregungen würden Sie der EU, den europäischen Regierungen oder europäischen Investoren geben, warum sie auf Israel schauen, sich mehr engagieren und sich mehr Gedanken über Antisemitismus* machen sollten?

Jon: Dies ist nicht mehr der Fall. Wie ‘The Marker‘ im Februar berichtete, hat die Rolle der europäischen Investoren zugenommen. Im Jahr 2020 stiegen die europäischen Investitionen in israelische Startups um 63 Prozent auf einen Rekordwert von 1,28 Milliarden Dollar, was etwa 12,5 Prozent der Gesamtinvestitionen entspricht. Im Kampf gegen Antisemitismus, der in den letzten Wochen deutlich zugenommen hat, ist es entscheidend, dass wir dieses Gift weltweit bekämpfen.

Es ist nicht nur ein europäisches Problem, es ist ein internationales Problem. Je mehr vernünftige Menschen verstehen, dass Israels Beitrag zum Fortschritt der Welt für die Lösung globaler Probleme von größter Bedeutung ist, desto weniger werden sie bereit sein, diesem Gift zu erliegen. Antisemitismus ist ein alter Dämon, den es schon seit Tausenden von Jahren gibt und der wahrscheinlich nicht ausgerottet werden kann, aber alle vernünftigen Menschen in den Regierungen müssen ihn bekämpfen. Wir müssen null Toleranz für Antisemitismus haben, der sich unter dem Deckmantel der politisch korrekten Rede versteckt.

Glocalist: Den Ausblick zu erweitern. Lassen Sie uns über die berühmten ‘Abraham-Abkommen’ sprechen. Was sind für Sie die drei größten Herausforderungen innerhalb des neuen Rahmens des Friedens (Abraham-Abkommen)?

Jon: Diese Abkommen waren inspirierend, fast so, als würde man den Eisernen Vorhang niederreißen. Sie haben effektiv den “Sandvorhang” zu Fall gebracht. Wenn dieser einmal gefallen ist, wird er nie wieder aufgebaut werden. Jahrzehntelang beäugten sich Israelis und Emiratis durch undurchsichtige Brillengläser, die sie daran hinderten, zu sehen, wie viel sie gemeinsam haben als zwei kleine unternehmerische Nationen, die sich Bildung und Technologie zu eigen gemacht haben, um moderne, auf Wissen und Wissenschaft basierende Volkswirtschaften aufzubauen.

Befreit von der jahrzehntelangen diplomatischen Kaltschnäuzigkeit sind Israel und die VAE dabei, eine Wohlstandspartnerschaft aufzubauen, die die Wirtschaft beider Länder beleben und das Leben von Millionen Menschen in der Region verändern wird. Die beiden Länder haben eine ähnliche Bevölkerungsgröße, ein effizientes, zentralisiertes Gesundheitssystem, Regierungen, die in einer Krise schnell handeln können, den Glauben an Technologie und Fortschritt, einen Unternehmergeist und ein tief verwurzeltes Gefühl der nationalen Gemeinschaft.

Innerhalb weniger Monate stieg der bilaterale Handel zwischen Israel und den VAE auf Hunderte von Millionen US-Dollar an. Investitionsverträge in Höhe von mehreren Millionen US-Dollar zwischen israelischen und emiratischen Investoren und Unternehmern wurden unterzeichnet und viele weitere sind in Vorbereitung. Trotz der Pandemie strömten Tausende von Bürgern beider Länder auf Dutzenden von Flügen pro Woche, um das jeweils andere Land zu besuchen.

Eine weitere Herausforderung besteht darin, die Fähigkeiten und Bedürfnisse unserer jeweiligen Ökosysteme aufeinander abzustimmen. Wir sehen, dass sich Investitionen und Partnerschaften in beide Richtungen bewegen, da wir in einer breiten Palette von Sektoren voneinander lernen: Gesundheitstechnologie, Agrartechnologie, Cybersicherheit, Logistik, Mobilität, um nur einige zu nennen.

Die dritte Herausforderung besteht darin, nachhaltige Beziehungen aufzubauen. Das Abu Dhabi Investment Office hat ein Büro in Israel eröffnet und seine Website ins Hebräische übersetzt. OurCrowd hat bereits fünf lokale Mitarbeiter in den VAE – ich glaube, wir waren die ersten, die einen Emirati in einer Führungsposition eingestellt haben – Dr. Sabah al Binali – und wir wollen expandieren. Wir müssen uns selbst und gegenseitig zeigen, dass dieser Sturm und Drang von Interessen nur der Beginn einer langen, tiefen Beziehung ist.

(c) Jon Medved, CEO OurCrowd

Glocalist: OK, folgen wir dem Zaun nun bis zum Ende. Was sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten globalen Herausforderungen und welche Rolle können Israel und ‘OurCrowd’ dabei spielen, sie zu meistern?

Jon: Die größte globale Herausforderung ist heute die nachhaltige Zukunft unseres Planeten und unsere Fähigkeit, die wachsende Bevölkerung mit frischer Nahrung und Wasser zu versorgen. Dies ist eng mit dem Klimawandel und den Auswirkungen von Schadstoffen verbunden.

Auf der Suche nach Ernährungssicherheit engagieren wir uns stark für Unternehmen wie CropX, deren Sensoren Landwirten helfen, den Wasserverbrauch und den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren und die Erträge zu steigern; Sufresca, das eine biobasierte, biologisch abbaubare, essbare Lebensmittelbeschichtung entwickelt hat, die auf zehnjähriger Forschung der Hebrew University basiert, geschmacks- und geruchsneutral ist, die Haltbarkeit um Wochen verlängert und Abfall und Plastikverpackungen reduziert; und vertikale Anbautechnologien wie Plenty, die dabei helfen, mehr frische Lebensmittel näher an den Verbraucher zu bringen und dabei nur einen Bruchteil des Wassers und des Platzes benötigen, den herkömmliche Farmen benötigen. Wir unterstützen auch Treedom, ein italienisches Startup, das lokale Landwirte beschäftigt, um weltweit Millionen von Bäumen zu pflanzen und Unternehmen dabei zu helfen, ihren ökologischen Fußabdruck auszugleichen.

Da die Welt nach Möglichkeiten sucht, mehr Energie mit weniger schädlichen Emissionen zu erzeugen, sind wir stark an Startups beteiligt, die neue Energielösungen anbieten, wie z. B. Dandelion, das geothermische Energie nutzt, um Ihr Haus zu heizen und zu kühlen und dabei umweltschädliche Brennstoffe einspart; H2Pro, das eine Produktionstechnologie entwickelt, um die breite Einführung von nachhaltigem Wasserstoff als Kraftstoff zu ermöglichen, und andere Startups, die dabei helfen, die nächste Generation von Batterien für Elektroautos zu entwickeln.

Eine weitere große Herausforderung ist die Frage, wie diese Generation von Arbeitnehmern ihre Arbeit und ihre Finanzen verwaltet. Die Coronavirus-Pandemie hat den Trend zu Telearbeit und Wanderarbeitern beschleunigt, was neue Lösungen erfordert. Sie können nicht mehr in einer Bankfiliale in der Nähe Ihres Arbeitsplatzes ein Konto eröffnen, um Ihr Geld zu verwalten: Das Konto ist nicht dort, die Bank ist nicht dort und Sie arbeiten nicht dort. Wir unterstützen Startups wie Honeybook, DailyPay, Jasper und Rewire, die Unternehmen und Privatpersonen neue digitale Plattformen zur Verfügung stellen, um ihre Finanzen zu verwalten und ihr Geld zu verwalten.

Der dritte Bereich besteht darin, den Fortschritt der Technologie selbst effizienter zu verwalten. Die digitale Revolution ist so weit fortgeschritten, dass sich die Technologie nicht mehr nur auf neue Geräte beschränkt, sondern traditionelle Kernindustrien neu erschafft, von der Autoherstellung über die grundlegende Infrastruktur bis hin zur Schwerindustrie. Da jedes Gerät, von Ihrem Auto über Ihr Telefon, Ihren Toaster, Ihren Herzschrittmacher bis hin zu Ihrer Heizung, digital und vernetzt wird, müssen wir Chips mit künstlicher Intelligenz und Edge-Computing-Leistung herstellen, die in der Lage sind, diese Geräte zu verwalten – mit geringem Platzbedarf und zu niedrigen Kosten – und sie gleichzeitig vor Hackern und Systemausfällen zu schützen.

Deshalb investieren wir in KI-Chiphersteller der nächsten Generation wie Hailo, in Sicherheitsplattformen für autonome Autos wie Foretellix und Arbe Robotics, in Anbieter von Cybersecurity wie IXDen und Morphisec und in KI-Plattformen für digitale Gesundheit wie Zebra Medical und Diagnostic Robotics.

Glocalist: Sie sagten, wie auch auf Glocalist berichtet, dass Israel auf “Hypergrowth” umsteigt. Auf der anderen Seite gelten etwa 268.000 Familien in Israel als arm, wie die NGO “Latet” berichtet und ihren Bericht Präsident Reuven Rivlin im Dezember 2020 vorgelegt hat. Haben Sie Ideen, um diese Lücke zu schließen?

Jon: Wir müssen alle Israelis in den Hightech-Sektor bringen. Wir sind stolz darauf, dass sich in unserem Team talentierte und erfahrene Menschen mit muslimischem, äthiopischem und Haredi-Hintergrund befinden. Einige unserer Unternehmen beschäftigen Mitarbeiter aus den palästinensischen Gebieten. Wir müssen mehr arabische Mitarbeiter einstellen, mehr Haredim, mehr Frauen – das ist ein weltweites Problem.

Der Frieden wird kommen, wenn die Menschen gedeihen und zusammenarbeiten wollen, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen. Fast jedes israelische Unternehmen ist Teil des Friedensprozesses, und wir sind stolz darauf, eines von ihnen zu sein. Israel hat viele schwierige Probleme zu lösen, sei es mit den Palästinensern oder mit Juden unterschiedlicher religiöser Überzeugungen. Israel hat noch viel Arbeit vor sich, aber unterm Strich ist Israel sehr erfolgreich, und die Zukunft ist sehr vielversprechend. Bleiben Sie dran für weitere erstaunliche Entwicklungen in der epischen Geschichte der Startup Nation Israel.

Glocalist: Danke für Ihre Zeit und das sehr instruktive e-Gespräch.

Das e-Gespräch mit Jonathan Medved führte Dr. Naftali Neugebauer, Herausgeber GLOCALIST. Die Übersetzung in das Deutsche aus dem Englischen erfolgte durch Naftali Neugebauer.

Nachfolgend können Sie das E-Interview (Juni des Jahres 2021) im englischen Original lesen. Bei Disput oder Zweifel gilt die englische Version, die von Jonathan Medved autorisiert ist // Below you can read the e-interview (June of the year 2021) in the original English. In case of dispute or doubt, the English version authorized by Jonathan Medved applies.

Glocalist: Thank you for your time for a digital e-interview. ‘OurCrowd’ was founded in Jerusalem in 2013 and today represents one of the most successful crowdfunding platforms for equity worldwide. Can you explain to our readers in Europe what OurCrowd does exactly, milestones of your success and maybe a little bit about the vision, the spirit of the founding of ‘OurCrowd’?

Jon: OurCrowd is the world’s largest equity crowdfunding platform. OurCrowd has reached committed funds of over $1.8B since its launch in February 2013, and allows accredited investors (Under US law, those with an annual income of $200,000 or assets of $1 million outside of their primary dwelling) to invest in startups that are shaping the future. For a $10,000 check, accredited investors get the ability to participate in deals alongside Bill Gates and other billionaires. So far, OurCrowd has raised funds for over 270 companies. In the old days, if you bought Apple or Amazon at IPO and sold it you could make a thousand times your money.

Today, you can make serious multiples in tech companies but it’s when you invest in them privately, before they go public and usually at early stages. But early-stage investing in private companies is controlled by a small group of venture capital funds and investors and the average person is left out. Venture funds require minimum investments of millions of dollars and unless you use a solution like OurCrowd, you can’t invest in these companies. In a venture fund, you don’t pick the deals–venture managers find companies and negotiate terms and deploy your money.

OurCrowd is a larger and more innovative structure. We let the individual build his own portfolio, whether it’s Zebra Medical doing AI-driven analysis of radiological images, Skytran developing a next-generation flying car system, or an autonomous flying robot that picks fruit like the one made by Tevel.

Glocalist: Do you have some figures for us about the financial engagement resp. investments from EU-Europe? I may clarify that EU-Europe does not mean to include figures from UK. Should there be more financial investment from EU Europe on OurCrowd and if so why? What do they tell potential investors from EU Europe why they should invest in Israeli startups on ‘OurCrowd’?

Jon: The EU is a huge source of investment and is close to Israel, with a large number of great corporate investors who should be doing more. There are many in the mobility and automotive industry doing serious business with Israel, but there’s a need for all of the European big industries to get involved. Israel represents a huge treasure chest of unicorns with massive opportunities for investors. In February, The Marker reported that European investment in Israeli startups jumped 63 percent to a record $1.28 billion in 2020 – about 12.5 percent of total investment. Five years ago, Europeans invested just $331 million in the country.

What do we tell potential investors in Europe? They should know that Israel investments are great and that they should be getting in on these deals. People should invest in Israeli startups, because you can make money. And today it’s important for everyone who has funds to have exposure to private startup companies. People should get exposure to this asset class. But to do so in Israel means participating in the most important part of Israel’s economy, tackling global challenges: water, energy, air, health, education, financial inclusion – and that’s a good thing.

Glocalist: Recent surveys show that EU Europe hardly plays a role in Israel’s investment landscape, which does not correspond to the size and relevance of EU Europe. Anti-Semitism has become the new old mainstream in Europe. We, the Diaspora, are suffering. The increase of anti-Semitic incidents in Germany, for example, is about 17% (2020) and the foreign policy of the EU does not miss any opportunity to vote against Israel. What hints or suggestions would you give to the EU, European governments or European investors as to why they should look to Israel, get more involved and be more concerned about Anti-Semitism*?

(c) Jon Medved, CEO OurCrowd

Jon: This is no longer true. As The Marker reported in February, European investors’ role has increased. In 2020, European investment in Israeli startups jumped 63 percent to a record $1.28 billion, or about 12.5 percent of total investment. In the battle against antisemitism, which we have seen significantly increase in recent weeks, it is crucial that we fight this poison worldwide. It’s not just a European problem, it’s an international problem.

The more that sensible people understand – that Israel’s contribution to world progress is paramount to solving global problems, the less willing they’ll be to succumb to it. Antisemitism is an old demon, which has been around for thousands of years and will probably not be eradicated, but all reasonable people in governments need to fight it. We must have zero tolerance for antisemitism hiding under the guise of politically correct speech.

Glocalist: To broaden the outlook. Let us speak about the famous Abraham Accords. What do you regard as the three major challenges within the new framework of peace (Abraham Accords)?

Jon: These accords were inspired, almost akin to bringing down the Iron Curtain. They were indeed inspired. They have effectively brought down the “sand curtain.” Once down this will never be rebuilt.

For decades, Israelis and Emiratis eyed each other through opaque lenses that prevented them from seeing how much they have in common as two small entrepreneurial nations who have embraced education and technology to build modern economies based on knowledge and science. Released from decades of diplomatic cold-shouldering, Israel and the UAE are creating a partnership of prosperity that will warm the economies of both countries and transform the lives of millions in the region.

The two countries share a similar population size, an efficient, centralized health system, governments that can move fast in a crisis, faith in technology and progress, an entrepreneurial spirit, and a deep-rooted sense of national community. Within months, bilateral trade between Israel and the UAE soared to hundreds of millions of dollars. Multi-million-dollar investment deals between Israeli and Emirati investors and entrepreneurs have been signed and many more are pending. Despite the pandemic, thousands of citizens of both countries flocked to visit the other on dozens of flights each week.

Another challenge is to match the skills and needs of our respective ecosystems. We see investment and partnerships moving in both directions as we learn from each other across a broad range of sectors: healthtech, agritech, cybersecurity, logistics, mobility, to name just a few.

The third challenge is to build sustainable relationships. The Abu Dhabi Investment Office has opened an office in Israel and translated its website into Hebrew. OurCrowd already has five local employees in the UAE – I think we were the first to hire an Emirati to a senior position, Dr. Sabah al Binali – and we aim to expand. We need to show ourselves, and each other, that this flurry of interest is just the start of a long, deep relationship.

(c) Jon Medved, CEO OurCrowd

Glocalist: Now we pull the fence all the way. What do you see as the three main global challenges and what role can Israel and ‘OurCrowd’ play in matching them?

Jon: Our main global challenge today is the sustainable future of our planet and our ability to provide fresh food and water for its growing population. This is closely tied to climate change and the effects of pollutants. In the search for food security, we are heavily committed to companies like CropX, whose sensors help farmers reduce water usage and pesticides and increase yields; Sufresca, which has developed a bio-based, biodegradable, edible food coating, based on 10 years of Hebrew University research that is tasteless, odorless, extends shelf-life by weeks, and reduces waste and plastic packaging; and vertical-farming technology like Plenty, which helps provide more fresh food closer to the consumer using a fraction of the water and space required by traditional farms. We are also backing Treedom, an Italian startup that employs local farmers to plant millions of trees worldwide, helping companies to offset their carbon footprint.

As the world searches for ways to produce more power with fewer damaging emissions, we are deeply involved in startups delivering new energy solutions, like Dandelion, which taps geothermal energy to heat and cool your home while cutting polluting fuels; H2Pro, which is developing production technology to enable the widescale adoption of sustainable hydrogen fuel, and other startups helping to create the next generation of electric car batteries.

Another major challenge is how this generation of workers manages their employment and finances. The coronavirus pandemic has accelerated trends toward remote and migrant working that require new solutions. You can no longer open an account at a bank branch near your workplace to manage your money: the account isn’t there, the bank isn’t there, and you aren’t working there.
We are backing startups like Honeybook, DailyPay, Jasper and Rewire, which provide businesses and individuals with new digital platforms to run their finances and manage their money.

The third area is to more efficiently manage the progress of technology itself. The digital revolution has advanced to the stage where technology is no longer confined to the cutting edge of new devices, but is recreating core traditional industries, from making cars to basic infrastructure to heavy industry. As every device from your car to your phone to your toaster to your pacemaker to your heating system becomes digital and connected, we need to produce chips with the artificial intelligence and edge-computing power capable of managing those devices – with small footprint and at low cost – while simultaneously protecting them from hackers and system failure.

That’s why we are investing in next-generation AI chipmakers like Hailo, autonomous car safety platforms like Foretellix and Arbe Robotics, cybersecurity providers like IXDen and Morphisec, and AI digital health platforms like Zebra Medical and Diagnostic Robotics.

Glocalist: You said, as also on Glocalist reported, that Israel is stepping up to “Hypergrowth”. On the other hand, about 268,000 families in Israel are considered to be poor as reported by the NGO ‘Latet” and presented to President Reuven Rivlin in December 2020. Any ideas to bridge this gap?

Jon: We have to bring all Israelis into the hightech sector. We are proud of the fact that our team includes talented and experienced people from Muslim, Ethiopian and Haredi backgrounds. Some of our companies employ people in the Palestinian territories. We need to hire more Arab staff, more Haredim, more women– that’s a worldwide problem. Peace will come when people want to prosper and work together rather than fight each other. Almost every Israeli company is part of the peace process, and we are proud to be one of them. Israel has many tough issues to resolve, whether with the Palestinians or with Jews of different religious beliefs. Israel has much work to do, but bottom line, what a success Israel has been, and the future is very promising indeed. Stay tuned for amazing further developments in the epic story of the Startup Nation.

Glocalist: Thank you for your time and the instructive e-conversation.


The e-conversation with Jonathan Medved was conducted by Dr. Naftali Neugebauer, former Editor GLOCALIST. Translation from English into German by Naftali Neugebauer. First published at the 27th of July 2021 on GLOCALIST.

  • Auf Glocalist folgen wir der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus // Glocalist follows the IHRA-Workingdefinition of Antisemitism

Leave a Reply