Komplexe Strukturen durch Selbstorganisation

Komplexität in der Natur – vom Chlorophyll bis hin zu Lebewesen – entsteht häufig durch Selbstorganisation und gilt als besonders robust. Von praktischer Bedeutung zeigen sich kompakte Ansammlungen elementarer Partikel, so genannte Cluster, die als Atomkerne, Nanoteilchen oder Viren vorkommen.

Nun entschlüsselte ein interdisziplinäres Forscherteam um die Professoren Nicolas Vogel und Michael Engel von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) die Struktur und den Bildungsprozess einer Klasse dieser hochgeordneten Cluster.

Cluster bezeichnen Physiker eine eigene Materieform, die im Übergangsbereich zwischen isolierten Atomen und ausgedehnten Festkörpern oder Flüssigkeiten angesiedelt ist.

„Bisher ging man in der Wissenschaft davon aus, dass der Effekt ausschließlich durch die Anziehung von Atomen zustande kommt“, sagt Prof. Dr. Nicolas Vogel, Professur für Partikelsynthese. „Unsere Forschungen belegen nun, wie auch Partikel, die sich nicht anziehen, solche Strukturen bilden. Damit trägt die Publikation zum Verständnis von Strukturbildungen von Clustern ganz generell bei.“

 

Originalpublikation: https://doi.org/10.1038/s41467-018-07600-4

 

 

(Aussender: FAU)

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