Ranking: Israel der beste Platz für Unternehmerinnen

Wenn es um Fakten geht, um echte Traktion und Performance, dann kann man sich auf Israel verlassen. Diesmal Platz 1. Israel ist nach dem Ranking von Mastercard der beste Platz der Welt für Unternehmerinnen.

Aber, so muß man bitter und nicht ohne Zorn hinzufügen, sind EU-europäische Staaten unter Führung Deutschlands schnell, immer und gerne dabei Israel und seine “Frauenpolitik” in der UN zu verurteilen.

Dieser angebliche Lead im Moralismus hat jedoch keinerlei Basis. Deutschland musste erst jüngst per Gesetz die Gleichstellung von Frauen in Führungsetagen erzwingen, was wahrscheinlich eher ehemaligen Minsterinnen und anderen Politfunktionärinnen zu Gute kommen wird, und vom schweren Los von Frauen als Gründerinnen und Unternehmerinnen in Deutschland ganz zu schweigen.

Deutschland schafft es nicht einmal unter den Top 20, wie nachstehende Tabelle zeigt. Hier hat man, wie im Falle Armut (16 Millionen Menschen leben 2019 in Armut lt. dem aktuellem Armutsbericht), sehr viel aufzuholen und besser zu machen. Deutschland sollte beginnen, sich ehrlich zu machen, statt andere, vor allem Israel, zu belehren.

Deutschland ist kaum mehr ein Ort für freies Unternehmertum und die Sozial- und Förderindustrie scheint augenscheinlich sehr teuer (höchste Steuerlast der Welt hat Deutschland lt. OECD) hoch dysfunktional zu sein.

Zum ersten Mal führt Israel den MIWE (Mastercard Index of Women Entrepreneurs) als beste Wirtschaft für Unternehmerinnen weltweit an und rückt von Platz 4 im Jahr 2019 auf Platz 4 vor. Mit dem Ziel, die Zahl der Unternehmerinnen innerhalb von zwei Jahren zu verdoppeln, wurde der Erfolg Israels durch eine gezielte institutionelle Unterstützung für KMU vorangetrieben. Beim Faktor “Unterstützung für KMU” beispielsweise katapultierte sich Israel von Platz 42 im Jahr 2019 auf Platz 1 im Jahr 2020.

Die Vereinigten Staaten und Neuseeland, die im vergangenen Jahr starke Leistungen gezeigt haben, sind zwar von Platz 1 auf Platz 2 bzw. von Platz 2 auf Platz 4 gefallen, zeigen jedoch, dass Volkswirtschaften mit ausgereiften geschlechterorientierten Initiativen durch die fortgesetzte Konzentration auf die Förderung der Bedingungen für Frauen in der Wirtschaft auf der globalen Bühne immer noch besser abschneiden.

In diesen beiden Volkswirtschaften spielen eine günstige kulturelle Wahrnehmung des Unternehmertums, die hohe Sichtbarkeit weiblicher Führungskräfte, die als Vorbild für angehende Unternehmerinnen dienen, und unterstützende unternehmerische Bedingungen eine entscheidende Rolle für ihren Erfolg.

COVID trifft Unternehmerinnen besonders hart

Frauen auf der ganzen Welt sind unverhältnismäßig stark von der COVID-19-Pandemie betroffen – 87% der Unternehmerinnen geben an, dass sie von der Pandemie betroffen sind. Die Überrepräsentierung in Sektoren, die vom wirtschaftlichen Abschwung am stärksten betroffen sind (Tourismus, Einzelhandel, F&B usw.), die ausgeprägte digitale Kluft zwischen den Geschlechtern in einer zunehmend virtuellen Welt und der zunehmende Druck durch Kinderbetreuungspflichten sind nur einige Faktoren, die Frauen besonders verletzlich gemacht haben.