Israelische Forschung macht europäische Lebensmittel sicherer: Frühwarnsysteme für Lebensmittelverunreinigungen machen einen Sprung in eine sicherere und gesündere Zukunft mit der sogenannten Lab-on-a-Chip-Überwachungstechnologien für die Lebensmittelindustrie, die von Forschern des Technion innerhalb des EIT-Food-Konsortiums entwickelt worden sind.
Lebensmittelsicherheit ist für lebensmittelproduzierende Unternehmen vom Bauernhof bis zum Teller entscheidend und für die öffentliche Gesundheit von grundlegender Bedeutung.
23 Millionen Kranke und 5.000 Tote in EU-Europa jährlich
Jedes Jahr erkranken mehr als 23 Millionen Menschen in EU-Europa an verunreinigten Lebensmitteln, was jährlich zu etwa 5.000 Todesfällen führt. Lebensmittel werden in der Regel in Einrichtungen überwacht, die zeitaufwändige Methoden verwenden. Die Analyse kann bis zu einer Woche dauern, was zu einer beachtlichen Rate von 50 wöchentlichen Rückrufen von Lebensmitteln in der EU und den USA führt.
Labor auf Chipgröße
Ein Lab-on-a-Chip ist eine Geräteklasse, die mehrere Labortechniken in ein System integriert und automatisiert, das auf einen Chip mit einer maximalen Größe von einigen Quadratzentimetern passt. Durch die Manipulation von Reagenzien auf der Mikroskala können Effekte wie schnelles Erhitzen und Mischen ausgenutzt werden.
Das Technion hat eine Technologie zum empfindlichen Echtzeit-Nachweis von Verunreinigungen entwickelt, die in verschiedenen Umgebungen validiert wurde. Die Technologie, die eine höhere Effizienz und Präzision bringt, basiert auf mehreren Konzentrationstechniken in einem Lab-on-a-Chip-Format.
Die innovativen Lösungen des Technion sollen die öffentliche Sicherheit verbessern, Kosten senken und die Notwendigkeit von Rückrufaktionen minimieren. Die frühzeitige Erkennung von Verunreinigungen kann Leben retten, das Vertrauen der Öffentlichkeit stärken und einen deutlichen Effizienzsprung in der Lebensmittelindustrie bringen.
Kostengünstig und in Echtzeit
“Unsere Lösung wird das gesellschaftliche Wohlbefinden verbessern, Rückrufe und Lebensmittelausbrüche minimieren und die Produktionseffizienz verbessern“, sagt Prof. Yechezkel Kashi von der Fakultät für Biotechnologie und Lebensmitteltechnik. “Es ist relativ kostengünstig und wird alle Beteiligten dazu ermutigen, Produkte in der gesamten Lieferkette zu überprüfen und kontaminierte Rohstoffe und Produkte in Echtzeit zu eliminieren. Dies wird helfen, Rückrufaktionen zu vermeiden, die auch den Lebensmittelunternehmen und dem öffentlichen Vertrauen schaden.”
Prof. Kashi und Prof. Gilad Yossifon von der Fakultät für Maschinenbau leiten das Konsortium mit sechs europäischen Partnern (EUFIC, Grupo AN, Maspex, Energy Pulse Systems, SwissDeCode, und Queen’s University, Belfast).
Die Europäische Union hat Millionen von Euro bereitgestellt, um die Zukunft der Lebensmittel voranzutreiben. Drei Forschungsteams des Technion sind an den EIT-FOOD-Projekten beteiligt, die ein kumuliertes Budget von mehr als 2,25 Millionen Euro haben und durch Zuschüsse der EU unterstützt werden.
Quelle/Sender (adaptiert übernommen und ausgewählt/endübersetzt von Glocalist): Technion