National Jewish Book Award: Rabbi Sacks st”l. erhält den Preis “Jewish Book of the Year” (2020).

Der 1950 ins Leben gerufene National Jewish Book Awards ist das am längsten bestehende nordamerikanische Preisverleihungsprogramm seiner Art und gilt als einer der renommiertesten Preisverleihungen. Die Preise sollen Autoren anerkennen und zum Lesen herausragender englischsprachiger Bücher von jüdischem Interesse anregen, so das Eigenverständnis.

Die Preise werden in mehr als achtzehn Kategorien vergeben, und die ausgezeichneten Autoren werden bei einer jährlichen Gala im Jahr nach der Veröffentlichung der betreffenden Bücher gefeiert. Heuer wird diese Gala im April digital stattfinden.

Zu den früheren Preisträgern gehören Chaim Grade, Deborah Lipstadt, Bernard Malamud, Michael Oren, Chaim Potok, Philip Roth, Elie Wiesel, Jonathan Safran Foer, Deborah Dash Moore oder Sandy Eisenberg Sasso, um einige wenige zu nennen.

Die Preisträger für das Jahr 2020 wurden am 27. Jänner 2021 verkündet. In der Hauptkategorie “Jewish Book of the Year” wurde das Werk “Moral­i­ty: Restor­ing the Com­mon Good in Divid­ed Times” vom im November 2020 früh verstorbenen Rabbi Jonathan Sacks st”l. ausgezeichnet.

“We can face any future without fear so long as we know that we won’t face it alone.” (Rabbi Sacks)

In einer Review von Rabbi Yaakov Bieler heißt es: “Im letzten Abschnitt von Moral mit dem Titel “Der Weg nach vorn” schreibt R. Sacks mit starkem Understatement: “Es wäre leicht, nach der in diesem Buch dargelegten Analyse pessimistisch zu sein, was die Zukunft der westlichen liberalen Demokratien angeht….”. Er behauptet, dass ungeachtet des Ausmaßes, in dem es scheinen mag, dass die allgemeine menschliche Weltkultur vom Weg abgekommen ist, das Leben der Moral in der Tat der “Standardmodus” der Menschheit ist. “Schlechtes Verhalten”, schreibt er, “kann leicht ansteckend werden, aber das gilt auch für gutes Verhalten, und das gewinnt normalerweise auf lange Sicht.”

In den weiteren Kategorien wurden u.a. ausgezeichnet Laura Arnold Lieberman, die in drei Kategorien für ihre historische Studie “The Art of the Jewish Family” ausgezeichnet wurde: A History of Women in Early New York in Five Objects” und der Monday Morning Cooking Club, eine Gruppe von Rezepteschreibern in Australien, die für ihr Kochbuch “Now For Something Sweet” einen Food Writing Award erhielt. Die Verlagsagentin Deborah Harris wurde mit dem Carolyn Starman Hessel Mentorship Award des Jewish Book Council ausgezeichnet.