Gestern Abend gab die ‘American Academy of Motion Pictures Arts and Sciences‘ die Oscar-Preisträger in der Kategorie Wissenschaft und Technik für das Jahr 2021 bekannt.
Jedes Jahr gibt die American Academy of Motion Pictures neben den Gewinnern der traditionellen Oscar-Verleihung auch die Gewinner in verschiedenen wissenschaftlichen und technischen Kategorien bekannt, die für ihren bedeutenden Einfluss auf die weltweite Filmindustrie geehrt werden.
Gestern Abend gab die Academy bekannt, dass die vom Amimon-Team entwickelte und durch den Amimon-Chipsatz implementierte drahtlose Videotechnologie den prestigeträchtigen Preis für einen bedeutenden wissenschaftlichen und technischen Beitrag zur Filmindustrie erhält.

Amimon wurde 2004 von Meir Feder, Zvi Resnic und Noam Geri (ebenfalls ein Absolvent der Tel-Aviv Universität) gegründet. Meir Feder ist Professor der ‘Iby and Aladar Fleischman Faculty of Engineering‘ an der ‘Tel Aviv University’ und Mitbegründer des Startup-Unternehmens ‘Amimon‘, Dr. Zvi Reznic, ist sein vormaliger Student von Meir Feder.
Kameraführungen in Echtzeit
Meir Feder führt aus, dass die Technologie in der Lage ist, Videoaufnahmen in sehr hoher Qualität, zuverlässig und ohne Verzögerung von einer großen Anzahl von Kameras in Echtzeit auf Monitore am Set zu übertragen und so dem Regisseur und der Steuerungscrew des Films die volle Kontrolle über alle Aufnahmewinkel gleichzeitig zu ermöglichen.
Das Oscar-Komitee erklärte: “Durch die Verwendung neuartiger Erweiterungen digitaler Datenübertragungs- und Kompressionsalgorithmen und einer auf Fehlerrate basierenden Datenpriorisierung unterstützt der Amimon-Chipsatz die Schaffung von Systemen mit praktisch uneingeschränkter Kamerabewegung und erweitert so die kreative Freiheit während der Dreharbeiten.“
Ich dachte es sei nur ein Gag
Meir Feder weiter: “Dies ist ein sehr aufregender Tag für mich und ein stolzer Moment für die Universität Tel Aviv. Wir haben die grundlegende Technologie in den Jahren 2004-2005 entwickelt, als jeder dachte, dass die Aufgabe sehr schwierig oder sogar unmöglich sei. Wir wussten, dass es eine echte technologische Errungenschaft war, hätten aber nie gedacht, dass wir dafür den Oscar gewinnen würden. Vor etwa einem Jahr teilte uns das Preiskomitee mit, dass wir nominiert worden waren, aber ich dachte, es sei nur ein Gag.”
Und dann erhielt vor etwa einem Monat Meir Feder eine offizielle E-Mail von der Academy in Hollywood, in der ihm mitgeteilt wurde, dass er mit seinem Startup den Oscar gewonnen habe. “Wir waren überglücklich. Ich habe viele akademische Preise gewonnen, aber der Oscar ist sicherlich der berühmteste, eine Auszeichnung, die jeder auf der Straße kennt. Für mich und für das großartige Team, das an der Entwicklung der Technologie beteiligt war, ist das eine enorme Leistung und ich bin sehr stolz.”
Joseph Pitchhadze, The Steve Tisch School of Film and Television, Filmschöpfer erklärt einen der praktischen Aspekte: “Die Hauptbedeutung der technologischen Entwicklung von Prof. Meir Feder ist die Verkürzung des Set-Baus bei Multi-Kamera-Produktionen. Diese neuartige Technologie spart Produktionszeit und macht deutlich mehr Zeit für die eigentliche Kreation frei.“
English Summary
Last night the American Academy of Motion Pictures Arts and Sciences announced the Academy Award winners in the Scientific & Engineering category for 2021: Prof. Meir Feder of the Iby and Aladar Fleischman Faculty of Engineering at Tel Aviv University, and his former student and co-founding partner of the startup company Amimon, Dr. Zvi Reznic. Amimon’s senior executives Guy Dorman and Ron Yogev also share the Award. Amimon was founded in 2004 by Prof. Meir Feder, Dr. Zvi Resnic and Noam Geri (also a graduate of Tel-Aviv University). The Academy Award Committee stated: “By using novel extensions of digital data transmission and compression algorithms, and data prioritization based on error rate, the Amimon chipset supports the creation of systems with virtually unrestricted camera motion, expanding creative freedom during filming.“
Quelle/Sender (ausgewählt, gekürzt, gruppiert, endübersetzt von Glocalist): TAU