Der sogennte Jihadgürtel des Islamic State ist eine eminente Bedrohung nicht nur für die Staaten Afrikas, die in der Sahelzone liegen, sondern stellt auch eine geo-militärische Herausforderung este Ranges dar. Denn es es geht um Ressourcen und neue Migrationsströme, die nicht nur EU-Europa bedrohen, sondern auch Israel.
Der Islamic State, trotz seiner leider nicht vollständigen Niederlage 2017, ist der operative wie ideologische Hauptakteur, der mutmaßlich über diskrete Kanäle durch Russland, China und Iran unterstützt wird. Sie haben alle Interesse an einer Destabilisierung. Die Karten werden global neu gemischt und damit auch in Afrika. Es können so einige Staaten Afrikas einfach von der politischen Landschaft verschwinden, was Migrationsströme und Chaos auslösen wird.
Col. (ret.) Dr. Jacques Neriah schreibt in seiner Analyse für das Jerusalem Center for Public Affairs: “In einer beispiellosen öffentlichen Warnung berichtete Bernard Emie, Leiter der französischen Generaldirektion für äußere Sicherheit, Anfang Februar 2021: “Von Mali aus haben [islamistische] Terroristen an Anschlägen gegen uns, gegen unsere Partner gearbeitet, und sie denken über Anschläge in der Region und in Europa nach.” Emie äußerte die Befürchtung, dass al-Qaida seine terroristischen Operationen weiter über Westafrika in Richtung des Golfs von Guinea ausdehnen wolle. “Auch diese Länder sind jetzt im Visier“, warnte er. “Um sich nach Süden auszubreiten, finanzieren die Terroristen bereits Männer, die über die Grenzen von Nigeria, Niger und Tschad in die Elfenbeinküste oder Benin einreisen.“
Frankreich und die USA stehen in Afrika militärisch eher überschaubar dar und man muss sich fragen, woher die Finanzen kommen. Ein Teil leider vom stammt vom deutschen Staat, der es nicht schafft die Coronoa-Hilfe hinreichend zu kontrollieren. Coronia-Hilfe für deutsche Unternehmen nimmt so in Millionenhöhe ihren Weg zu islamistischen Terrororganisationen. Die Kaufkraft von auch nur 1 Million Euro ist in der Sahelzone enorm. Damit kann man tatsächlich eine Terrorarmee etablieren.
VEOS im Vormarsch
Dachte man mit dem Islamic State hätte man den Höhepunkt islamistischer Gewalt gesehen, der ist noch nicht den sogenannten VEOs begegnet. Dies bezeichnet extrem gewalttätige extremistische aka islamistische Organisationen. Man hört leider sehr selten von ihnen in EU-europäischen Medien, wenn mal wieder 2.000 Kinder geköpft, gefotert, mißbraucht und verschleppt werden, wie es zunehmen mehr und mehr in Nigeria an der Tagesordnung steht. Dabei trägt dieser Jihad naturgemäß einen religiösen Charakter, sprich es werden bevorzugt Kinder mit christlichen Hintergrund gesucht.
Das große Geld zur Finanzierung der Expansion des Islamic State kommt wahrscheinlich aber aus illegalen Ölverkäufen, wo eben Russland, China und Iran mutmaßlich die Strukturen und das Know-how zur Verfügung stellen, das Öl in Cash zu verwandeln.
Neriah führt in seiner Analyse weiter aus: “Das Vordringen der gewalttätigen extremistischen Organisationen (VEOs) in die Sahelzone, verbunden mit der Präsenz der Dschabab-Dschihadisten im östlichen Teil des afrikanischen Kontinents und der allmählichen Übernahme des öl- und gasreichen Gebiets Cabo Delgado im Norden Mosambiks durch Dschihadisten und die Kämpfer des Islamischen Staates, haben die westlichen und afrikanischen Geheimdienste in Alarmbereitschaft versetzt. Die Sicherheitsbeamten verfolgen aufmerksam und mit großer Sorge den kontinuierlichen Vormarsch der Dschihadisten in diesen Gebieten und ihre Eroberung riesiger Landstriche, in denen die Zentralregierungen nie präsent waren.“
Diese VEOS bilden den eigentlichen Jihad-Gürtel, der de-facto nun von der Westküste quer durch die Sahelzone bis zur Ostküste Afrikas mit Kenya reicht. Das hat ohne Zweifel eine enorme Sprengkraft.
Neriha führt in seiner Analyse aus: “Den VEOs ist es gelungen, ein riesiges Netz zu knüpfen, sich mit anderen dschihadistischen Organisationen zu vernetzen und ihre Präsenz und zerstörerischen Aktivitäten auf Burkina Faso, Benin, die Zentralafrikanische Republik, die Elfenbeinküste und den Senegal auszuweiten. Sie haben nun die östlichen Teile Afrikas (Kenia, Uganda, Äthiopien, Somalia und Mosambik) erreicht und damit einen dschihadistischen Gürtel geschaffen, der an der Atlantikküste beginnt und bis zum Roten Meer und dem Indischen Ozean reicht.“
Ohne Übertreibung besteht Alarmstufe Rot. Die staatlichen Strukturen in Afrika traditionell eher schwach und willkürlich, drohen zu kollabieren. Aus den Trümmern dieser Staaten könnte sich ein afrikanischer Islamic State erheben.