Die in Berlin von ‘Izi’ Yizre ‘ el Aharon herausgegebene Tages-Online-Zeitung HaOlam steht nun in ihrem 12.ten Lebensjahr. Izi ist in der jüdischen wie politischen Szene Berlins kein Unbekannter. Er ist federführend für das Organisationsmanagement der alljährlichen Gegenkundgebung zur antisemitischen Hassdemo ‘Al-Quds-Marsch’ in Berlin verantwortlich. HaOlam und Izi sind verlässliche Säulen im Kampf gegen das antisemitische Regime Teherans und seiner Vertreter bzw Events in Berlin.
Jahr jährlich findet diese vom islamistischen Terrorregime gesteuerte Kundgebung in der Hauptstadt Deutschlands statt. Ohne Zweifel eine Schande, die sich in eine lange Reihe von Versagen deutscher Politik im Kampf gegen Antisemitismus fügt. Doch das ist ein anderes Thema, aber ein Thema, das gerade auf der HaOlam fast täglich seinen Niederschlag findet.
Izi und HaOlam
Izis Leben hat mannigfache politsche Positionen durchlaufen. Er ist sicherlich ein Beispiel für Umkehr und alles andere als eine eindimensionale, simpel zuzuordnende Persönlichkeit und das spiegelt sich in der Vielfalt wie Fülle des Nachrichtenangebotes von HaOlam. HaOlam pflegt mit zahlreichen Medien verschiedene Kooperationen wie beispielsweise mit AchGut von Henryk M. Broder, der Jüdische Rundschau von Dr. Raphael Korenzecher oder eben mit GLOCALIST, um nur einige zu nennen.
Redaktionelle Mitarbeiter finden sich in Jerusalem, Tel Aviv oder Rishon LeZion. Unter der Rubrik der ‘Freien Mitarbeiter/Autoren’ finden sich u.a. Wolfgang Will, Prof. Dr. Emmanuel Navon, Prof. Dr. Daniel Pipes, Henryk M. Broder, Dr. Naftali Neugebauer, Prof. Dr. Roland Hornung, Reiner Schleicher (Nantes), Dr. Wahied Wahdat-Hagh, Dr. Rafael Korenzecher, Vera Lengsfeld, Prof. Dr. Alan M. Dershowitz, Thomas Eppinger, Alex Feuerherd, Josef Hueber, Aron Sperber, Albrecht Künstle und Dr. Boris Altschüler
HaOlam bietet ein buntes und sehr vielfältige Nachrichtenangebot: Von Politik, wo eindeutig der Schwerpunkt liegt. Gegliedert ist das Tagesangebot in Regionen, also Deutschland, USA oder eben Israel und darunter macht sich ein Submenü auf, das von Wirtschaft über Kultur bis Politik reicht.
Unverkennbar ist die meiner Meinung nach konservativ-liberale Ausrichtung von HaOlam, was Linksradikale dann gerne als “rechts” synomisierend für “rechtsextrem” denunzieren, was sachlich natürlich nicht stimmt und völlig unhaltbar ist.
HaOlam TV
Nun hat HaOlam sich und seinen Lesern – rund 50.000 am Tag – ein zusätzliches Medienformat gegönnt: HaOlam TV. In der ersten Ausgabe unterhält sich Herausgeber Izi Aharon mit Marcel Luthe, ehemaliger FDP- und jetziger fraktions- und parteiloser Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus zum Landtag über Grundrechte im Jahr 2 des Corona-Regiments, über den Umgang des Berliner Senats mit dem ehemaligen Präsidenten des NS-Volksgerichtshofs und die Arbeit als Einzelabgeordneter im Hauptstadtparlament. Ein sehr spannendes Gespräch und weitere sollen folgen.
Das besondere an diesem Format ist, dass man nicht auf Youtube umgeleitet wird, sondern HaOlam eine eigene “Streamplattform” geschaffen hat, um unabhängig zu sein. Dies gilt auch für die gesamte Website, die eine technologische Eigenentwicklung darstellt. Man sieht es ihr ein wenig an, da auf Design nicht unbedingt großer Wert gelegt worden ist, sondern mehr auf Funktionalität.
In Summe stellt das HaOlam TV eine wertvolle Bereicherung in der deutschen Kleinmedienlandschaft dar und vielleicht ist dem Format noch größeres beschieden. Das Potential ist da. Man darf HaOlam weitere 12 Jahre wünschen; und ein neues Design.