Energiewende drohe zu scheitern: 160 Milliarden Euro in den letzten 5 Jahren versenkt

Der Bundesrechungshof erstellte am 28.9. seinen Sonderbericht zur Energiewende. Das Generationenprojekt drohe zu scheitern.

In seiner Presseaussendung führt der Bundesrechnungshof näher aus: „Die Bundesregierung droht mit ihrem Generationenprojekt der Energiewende zu scheitern. Darauf deuten teils erhebliche Zielverfehlungen bei der Umsetzung hin“, bilanziert der Präsident des Bundesrechnungshofes Kay Scheller anlässlich der Zuleitung eines Berichts an den Deutschen Bundestag über die Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Der enorme Aufwand und die starke Belastung der Bürger und Wirtschaft stehen in krassem Missverhältnis zum bisher dürftigen Ertrag der Energiewende. Wenn die Energiewende gelingen soll, muss die Bundesregierung umsteuern“, sagte Scheller.

Ein Befund, der von vielen Bürgern so bereits gefühlt ist. Hauptgrund sei, die mangelhafte Steuerung und die völlig unzureichende Koordination. Dies führt zu einer enormen finanziellen Belastung für Wirtschaft und Bürger.

Der Bundesrechnungshof geht für das Jahr 2017 von mindestens 34 Mrd. Euro aus. Trotzdem wird Deutschland fast alle Ziele der Energiewende bis zum Jahr 2020 verfehlen, resümmiert der Bundesrechnungshof.

Das zuständige BMWi weist die Vorschläge des Bundesrechnungshofes überwiegend zurück und sehe darüber hinaus auch keinen Handlungsbedarf. Das Ministerium halte die Energiewende nach wie vor für effektiv und effizient koordiniert.

In den letzten fünf Jahren wurden für die Energiewende mindestens 160 Mrd. Euro aufgewendet, so der Bericht des Bundesrechnungshofes. “Steigen die Kosten der Energiewende weiter und werden ihre Ziele weiterhin verfehlt, besteht das Risiko des Vertrauensverlustes in die Fähig­keit von Regierungshandeln.“, so der Bundesrechnungshof in seiner Pressemitteilung abschließend.

Kommentarhaft muss man bemerken, dass ein gesteuerter Markt einmal mehr sich als ineffizient und für das Gemeinwohl als konterproduktiv erweist, auch wenn die Idee Energie aus nachhaltigen Quellen zu gewinnen grundsätzlich richtig ist. Man kann diese 160 Milliarden so als stranded investment erachten.

 

Download des Berichtes HIER

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