Nachhaltigkeit als Innovationsmotor: Der Unternehmerverband für Nachhaltigkeit (B.A.U.M.) vergibt seine Preise

Schirmherr der heutigen B.A.U.M. – Jahrestagung war Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Schirmherrin. Sie meint, “dass Nachhaltigkeit ein entscheidender Innovationsmotor für unser Land sein kann“. Diese Überzeugung findet jedoch kaum Traktion durch die Politik. Im Vorzeigeprojekt “Energiewende” drohe die Bundesregierung, wie durch den Bundesrechnungshof attestiert, ein Scheitern.

Nachhaltigkeit und Innovation standen beim Start-up-Pitch und bei den B.A.U.M.-Preisen, die der hessische Wirtschafts-Staatssekretär Mathias Samson überreichte, im Fokus.

Im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung am 25./26. September brachte das Netzwerk  nach Eigenangaben “…nachhaltig wirtschaftender Unternehmen erneut engagierte Akteure aus Wirtschaft, Politik, Verbänden, Medien und Wissenschaft zusammen.” Themen in den Foren waren u. a. nachhaltiges, werteorientiertes Handeln in einer digitalen Zukunft sowie die Potenziale der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) für betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement, Kommunikation und Reporting. Insofern nichts neues.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze noch einmal fordert in ihrem Grußwort forderte sie mehr Tempo in Sachen Nachhaltigkeit und mehr Investitionen in den Klimaschutz. Ob ein “mehr” hilfreich ist, kann man bezweifeln, es geht eher darum Milliarden sinnvoll zu investieren als “mehr” in Projekten und Strukturen zu investieren, deren Bilanz mehr als bescheiden ist und dem Bürger wie der Wirtschaft sehr viel Geld kosten, ohne den Zielen wirklich näher gekommen zu sein.

Die B.A.U.M.-Preisträgerinnen und -Preisträger

Am zweiten Tag der B.A.U.M.-Jahrestagung wurden der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis sowie der B.A.U.M.-Umweltpreis verliehen – letzterer bereits zum 25. Mal. Mathias Samson, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, lobte in seiner Festrede den Ansatz des B.A.U.M.-Netzwerks, Nachhaltigkeit im täglichen Geschäft zu erzielen und nicht in einzelnen Schaufensterprojekten.

Was wir brauchen, ist mehr Dynamik bei der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Prozesse und Produkte. Vor allem die Digitalisierung muss so eingesetzt werden, dass sie das Wirtschaftswachstum erhöht und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch reduziert“, betonte Samson. Hinsichtlich Digitalisierung befindet sich Deutschland aber im Dornröschenschlaf und ob vier staatiche Kommissionen und Institutionen die Digitalisierung wirklich voran bringen, darf bezweifelt werden. Die Opposition (FDP) fordert in diesem Zusammenhang ein einziges verantwortliches Digitalministerium.

Gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand zeichnete Samson folgende Preisträger aus:

Kategorie “Großunternehmen”

  • Frank Appel, Deutsche Post DHL Group
  • Bettina Würth, Adolf Würth GmbH & Co. KG

Kategorie “Kleine und mittelständische Unternehmen”

  • Florian Hammerstein und Hans Hermann Münchmeyer, Original Food GmbH
  • Jörg Hoffmann, Wilkhahn – Wilkening + Hahne GmbH + Co. KG
  • Christine Miedl, Sparda-Bank München eG

Kategorie “Medien”

  • NDR-Telenovela “Rote Rosen” – Redaktionsleiterin Meibrit Ahrens und Schauspielerin Sema Wittgenstein nahmen den Preis stellvertretend für das Team entgegen

Kategorie “Institutionen”

  • Lutz Fähser und Knut Sturm, Stadtwald Lübeck

 

 

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