Industrie 4.0 – Digitalisierung der Lebensmittelproduktion

Die Hochschule OWL erhält neun Millionen Euro aus dem Projektaufruf „Forschungsinfrastrukturen NRW“. Hiermit errichtet sie eine Forschungsfabrik für die Digitalisierung der Lebensmittelproduktion auf dem Innovation Campus Lemgo.

Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe verbindet die Lebensmitteltechnologie und die Digitalisierung zur intelligenten Lebensmittelproduktion. Das Ziel: die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln verbessern und die Produktion nachhaltiger gestalten. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft entwickeln die Forscherinnen und Forscher der Hochschule OWL am Standort Lemgo zukunftsweisende Technologien für die Lebensmittelbranche.

Künftig wird dafür ein modernes Gebäude auf dem „Innovation Campus Lemgo“ zur Verfügung stehen: eine Forschungsfabrik für die Digitalisierung der Lebensmittelproduktion. Hierfür erhält die Hochschule OWL neun Millionen Euro aus dem Projektaufruf „Forschungsinfrastrukturen NRW“, der mit Mitteln der Europäischen Union kofinanziert wird. Den Förderbescheid übergab am 5. Oktober 2018 Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl an die Hochschulleitung. Seitens der Hochschule OWL ist zudem eine Eigenbeteiligung von rund einer Million Euro vorgesehen.

Interdisziplinär und wirtschaftsnah

Das Gebäude wird über eine Fläche von rund 2.250 Quadratmetern verfügen und mit moderner Forschungsinfrastruktur ausgestattet sein. Es führt Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen: Lebensmittelherstellung, chemische Analytik, Sensorik, Bild- und Datenverarbeitung, Sensortechnik, Mess- und Regeltechnik sowie Automation. Die Forschungsfabrik wird zudem kleinen und mittleren Unternehmen sowie Unternehmensgründerinnen und -gründern mit eingeschränkter Forschungsinfrastruktur Möglichkeiten bieten, um gemeinsam mit der Hochschule OWL kreative Lösungsansätze zu entwickeln und profitabel umzusetzen.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Die Ausgestaltung des Gebäudes spricht mehrere Zielgruppen an: Forscherinnen und Forscher können an flexiblen modularen Lebensmittel-Produktionsanlagen mit Industrie-4.0-Ansätzen Ergebnisse generieren und demonstrieren. Für interdisziplinäre Arbeitsgruppen sowie Gründer stehen Projekträume und Coworking Spaces zur Verfügung. Geplant sind außerdem Schulungs- und Begegnungsflächen, in denen Fach- und Transferveranstaltungen Raum finden. Das Gebäude soll für Offenheit und Transparenz stehen – deshalb werden Foyer und Werkhalle über eine Glasfassade einsehbar.

Die nächsten Schritte

Nachdem die Bewilligung der Fördermittel nun vorliegt, startet das Vergabeverfahren für die Bauleistungen. Bau und Einrichtung der Forschungsfabrik sollen innerhalb der kommenden drei Jahre abgeschlossen sein. Entstehen wird das Gebäude auf dem Areal an der Nordwestecke der Kreuzung Langenbruch/Bunsenstraße, das durch die Stadt Lemgo als Erweiterungsfläche für die Hochschule OWL vorgesehen wurde und ab 2019 in Erbpacht zur Verfügung steht.

 

 

(Quelle: Hochschule OWL)

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