Deutsche Industrie befürchtet harten BREXIT

Europa muss beim Brexit ein Worst-Case-Szenario verhindern. Eine Trennung des Vereinigten Königreichs von der Europäischen Union ohne Austritts- und Übergangsabkommen und ohne Klärung des künftigen Verhältnisses ist immer noch eine der möglichen Varianten. Wenige Tage vor dem eigentlich entscheidenden EU-Gipfel ist das eine beunruhigende Lage.“ Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, am Dienstag der Bundespressekonferenz in Berlin.

Der BDI pläsdiert für eine Übergangsfrist von zumindest bis 2020. Ein harter Brexist wäre eine Katastrophe für Zehntausende Unternehmen und Hundertausende von Arbeitnehmer auf beiden Seiten des Ärmelkanals. Die sogenannten Chequers-Vorschläge der britischen Regierung aus dem Juli machten der deutschen Wirtschaft Bauchschmerzen.

Für den nächsten EU-Gipfel in gut zwei Wochen hofft der BDI auf einen Durchbruch in den Verhandlungen: „Sonst läuft Europa Gefahr, in einen ungeordneten Brexit zu schlittern. Eine massive Krise wäre die Folge“, sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Nüchtern betrachtet, ließen sich alle sachlichen Fragestellungen sinnvoll beantworten. „Voraussetzung ist, dass sich endlich Realitätssinn in London breit macht. Die Angst vor dem Abgrund muss die Fantasie beflügeln.

Laut Statista wachse das Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens um rund 1,6%, das der EU für 2018 bis dato liege bei 2%. Alles keine berauschenden Werte bei einem globalen Wachstum von rund 3,7%.

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