Siemens schließt Übernahme von Mendix ab

Mendix aus Boston gilt als die branchenführende digitale Innovationsplattform, die als einzige auf SAP und IBM verfügbare Low-Code-Plattform für Mobil- und Webapplikationen anbietet. Rund 4.000 Kunden greifen darauf schon zurück; darunter KLM oder Phillips.

Hintergrund ist, dass mehr und mehr Unternehmen einerseits in die Digitalisierung ihres Geschäfts investieren, und damit die Nachfrage nach entsprechenden Geschäftsanwendungen steigt, andererseits IT-Unternehmen nicht mehr hinreichend rasch liefern können. Die daraus entstehende Lücke hat zu einer massiven Nachfrage nach Low-Code-Plattformen geführt, wo sich Mendix eben erfolgreich positioniert hat.

Dabei will Mendix, wie CEO und Mitgründer Derek Roos betont, unabhängig bleiben: “Die Mendix-Plattform wird branchen- und ökosystemunabhängig bleiben. Wir werden unsere erste Industrie-Partnerschaft mit SAP und IBM aufsetzen und wir werden differenzierte Softwareangebote einschließlich neuer IoT-Dienste auf den Markt bringen, indem wir das tiefgreifende Branchen-Know-how von Siemens mit der Mendix-Plattform kombinieren.

Mendix soll, so in der Aussendung von Siemens, zum Software-Geschäft der Digital Factory von Siemens gehören. Die Mendix-Plattform soll in den anderen Siemens-Geschäften als die Standard-Low-Code-Plattform übernommen werden, um neue Softwarelösungen an den Markt zu bringen.

Es ist dies Teil einer übergeordneten Strategie, wonach sich Siemens von einem “analogen” zu einem digitalen Konzern wandeln möchte, wie der Tagesspiegel berichtet. Teil davon ist die Schaffung eines Innovationszentrums in der Siemens-Stadt Berlin. Dazu will der Konzern rund 600 Millionen Euro in die Hand nehmen.

 

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