NASA, SETI, 8 Dimensionen und Python

Die Suche nach extraterrestischen Zivilisationen nimmt wieder Fahrt auf, nachdem sich die NASA 1993 aus der Co-Finanzierung von SETI verabschiedet hat. Vor dem Hintergrund, dass SETI mittlerweile millionenschwere Unterstützung von Milliardären wie Mark Zuckerberg oder Juri Millner oder Befürwortung durch Stephen Hawkings erfährt, nimmt nun die NASA mit rund 20 Millionen US-Dollar auf Initiative der Republikaner die Co-Finanzierung von SETI wieder auf. Die Initiative geht auf Lamar S. Smith aus, dem Vorsitzenden des Wissenschaftsausschusses des Repräsentantenhauses, zurück, wie die Planetary Society berichtet.

Im Grunde gibt es auf die Frage, ob es extraterrestische Zivilisationen gäbe, eigentlich nur zwei Antworten: Ja oder Nein. Und beide Antworten sind gleich erschreckend. Es ist so nicht nur eine rein wissenschaftlich getriebene Faktenfrage, sondern wirft seit jeher eine tiefgehend existentielle Frage auf, die man auf derselben Stufe wie die Kopernikanische Wende erachten muss. Ohne Zweifel stellt damit die Suche nach extraterrestischen Zivilisationen einen der bedeutsamsten Forschungsbereiche dar. Mittlerweile finden sich unter den Namen “Breaktrough” zahlreiche SETI-Initiativen wie von Harvard oder Berkeley vereint und ziehen an, wenn schon nicht gleichen, so doch ähnlichen Strängen.

Im Fokus steht das Auffinden von “Technik-Signaturen”. Bisher habe man aber nicht hinreichend tief geforscht, wie ein aktuelles Paper von SETI ausführt: Man müsse in 8 Dimensionen suchen, also den sprichwörtlichen Heuhaufen vergrößern. Die bisherige Suche gleiche – wie Jason Wright, Shubham Kanodia und Emily G. Lubar von der Pennsylvania State University für SETI in ihrem Paper nahe legen – mehr einer Suche nach Fischen im Meer, indem man mit einem Eimer blind und ohne Plan Wasser aus dem Meer entnehme, um darin Fische zu entdecken.

Bisher wurden “nur” die drei Raumdimensionen untersucht, aber man müsse fünf weitere Dimensionen zur Suche hinzufügen: Frequenz, Bandbreite, Polarisierung, Modulation und Signaldichte. So erhält man einen, wie die Autoren schreiben, achtdimsionalen Heuhaufen, worin man nach der “Nadel” der extraterrestischen Zivilisationen suchen könne. Die Chancen werden schlicht erhöht.

Man könnte sagen, um im Bild des Eimers, der Fische und dem Meer zu bleiben, nun habe man ein sehr kleines Fischernetz. Realisiert wird die entsprechende Anordnung der Suchgeräte mit einem Computerprogramm basierend auf Python. Mit diesem Ansatz sehen die Wissenschafter auch eine Relativierung des sogenannten Fermi-Paradoxon. Allein die Zukunft wird es weisen und es bleibt einer der spannendsten Fragen und Suchen der Menschheit: Sind wir alleine?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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