Die nachhaltigsten Firmen Deutschlands: Continental Platz 1

Die dpa-Tochter “news aktuell” und “Faktenkontor” haben unter wissenschaftlicher Begleitung des “Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI)” ein Ranking von Unternehmen mit Sitz in Deutschland erstellt, wo der gesamtgesellschaftliche Fußabdruck im Fokus steht. Die Autoren sehen und beschreiben dies als den “gesellschaftlichen  Mehrwert”, den ein Unternehmen leistet. Weiteres Auswahlkriterium war, dass das Unternehmen sich unter den 5.000 mitarbeiterstärksten Unternehmen Deutschlands finden muss.

Aus diesem Pool wurden die aktuell vorliegenden Nachhaltigkeitsberichte oder schriftlichen Stellungnahmen zum Thema Nachhaltigkeit analysiert. Die Analyse der einzelnen Berichte orientiert sich am GRI-Standard (Global Reporting Initiative), der bei Nachhaltigkeitsberichten unter anderem die Unterteilung in ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung vorgibt, so in der Aussendung die Hinweise zur Datenbasis und Methode.

Interessant ist da der interpretatorische Rahmen, den man gesetzt hat, indem man nicht von “gesellschaftlicher Veranwortung” spricht, sondern den “Mehrwert” in den Vordergrund rückt. Wenn man dies so sehen möchte, was durchaus innovativ ist, sollte man dies aber mit entsprechenden volkswirtschaftlichen Berechnungen unterlegen können, umso den “Mehrwert” zu quantifizieren. Jetzt dürfte man eher die wohlwollende Annahme gesetzt haben, dass Nachhaltigkeit per se einen Mehrwert für die Gesellschaft in allen drei Bereichen – Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft – schafft. Dazu wurde der Geschäftsführer des “Faktenkontor” zu einer Antwort und näheren Ausführungen eingeladen.

Demnach engagiert sich Continental beim Thema Nachhaltigkeit am erfolgreichsten. Ebenso unter den Top-20-Firmen, die einen wertvollen Beitrag für ihre Mitarbeiter und die Gesellschaft leisten, sind große, international agierende Unternehmen wie Osram (Platz zwei), Jungheinrich (Platz drei) oder Siemens (Platz sechs) zu nennen.

Aber auch deutsche Mittelständler zeigen, dass sie ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung übernehmen und diese nachweisen können: so Elobau, der Allgäuer Spezialist für Sensortechnik (Platz vier), Vivawest, einer der führenden Wohnungsanbieter in Nordrhein-Westfalen (Platz fünf) oder der niedersächsische Gemüse- und Obstproduzent Meyer Gemüsebearbeitung (Platz acht).

Man kann auch festhalten, dass die Top 20 recht nahe zueinander liegen. Die Top 20 sind:

1. Continental AG: 100,0
2. OSRAM Licht AG: 92,0
3. Jungheinrich AG: 89,2
4. elobau GmbH & Co. KG: 88,9
5. Vivawest GmbH: 88,8
6. Siemens AG: 88,6
7. Scandic Hotels Deutschland GmbH: 86,8
8. Meyer Gemüsebearbeitung GmbH: 86,8
9. Erwin Häbel GmbH: 85,6
10. ASSMANN BÜROMÖBEL GmbH & Co. KG: 84,8
11. NORMA Group SE: 84,7
12. Sika Deutschland GmbH: 84,6
13. Südzucker AG: 84,4
14. Sparkasse Gelsenkirchen: 84,1
15. Biotest Aktiengesellschaft: 83,9
16. Stadtwerke Göttingen AG: 83,8
17. Syzygy AG: 83,7
18. nw|consulting – nachhaltig Werte schaffen – : 83,3
19. Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG: 83,1
20. Spar- und Bauverein eG: 83,0

 

Interessant wäre eine Negativliste, also Unternehmen mit besonders niedrigen, ja vielleicht sogar negativen Fußabdruck für die Gesellschaft. Erstaunlich auch, dass gewisse Branchen überhaupt nicht vertreten sind und man auch eine zunehmende Spreizung der Ergebnisse der verschiedenen Rankings und Auszeichnungen wahrnehmen muss, blickt man auf die jüngsten Auszeichnungen der nachhaltigsten Unternehmen wie beispielsweise von B.A.U.M. oder den deutschen CSR-Preis.

 

 

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