Deutschland Höchststeuerland

Anlässlich des heutigen Abschlusses der Steuerschätzung äußert sich BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang: “Steuersenkung ist überfällig.” Der Anteil der Steuern und Abgaben ist laut der OECD gegen den Trend der Industrieländer zuletzt sogar noch gestiegen, stellt die OECD für 2017 fest.

So liege der effektive Steuersatz in Deutschland für Unternehnen weit über den EU oder OECD Durchschnitt: Die effektive Steuerlast der Unternehmen in Deutschland sollte daher von zurzeit mehr als 30 Prozent auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau sinken. Ein deutliches Signal wäre eine effektive Steuerbelastung der Unternehmen von maximal 25 Prozent. Die 25 Prozent sind wichtig, weil der Fiskus die Unternehmen in der OECD durchschnittlich mit 24,7 und in der EU mit nur 21,7 Prozent belastet, fordert der BDI.

Der BDI schlägt daher fünf “Steuerliche Sofortmaßnahmen” vor, um eine international wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung zu gewährleisten. Eine Einbeziehung der Unternehmen in den Abbau des Solidaritätszuschlags, der Einstieg in eine steuerliche Forschungsförderung und strukturelle Nachbesserungen des Steuerrechts sind zentrale Schritte für eine zukunftsorientierte Steuerpolitik, so der BDI.

Es ist höchste Zeit für steuerliche Entlastungen – mit Blick auf die großen Überschüsse und die vor uns liegenden Herausforderungen“, forderte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, im Gespräch mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Konkret forderte der DIHK-Präsident “den vollständigen Abbau des Solidaritätszuschlags, die Verbesserung der Abschreibungsbedingungen und weniger Steuern auf Gewinne, wenn Unternehmen diese Gewinne wieder investieren“.

 

 

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