Digitaler Zwilling: Überzogene Furcht vor Datenmißbrauch gefährdet Gesundheit

Dem digitalen Zwilling eilt ein guter Ruf im deutschen Gesundheitswesen voraus: Sieben von zehn Bürgern schätzen diesen virtuellen Patienten, das digitale Abbild eines Menschen, anhand dessen sich Therapien am Computer simulieren lassen.

Die Deutschen sind davon überzeugt, dass der digitale Zwilling die medizinische Forschung stark vorantreiben kann, wie 74 Prozent bestätigen, und einen vielversprechenden Ansatz für die Medizin der Zukunft darstellt, wie 76 Prozent angeben. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bundesbürgern.

Aber, der Bürger kann sich mal wünschen, was er will, auch wenn es seiner Gesundheit zu Gute komme, die Furcht vor Verletzung des Datenschutz wiegt schwerer. Deutschland ist da mit seinem weit überzogenen Datenschutz und Angst vor Datenschutzverletzungen, flankiert von gut organisierten Abmahnanwälten und geschürt von einigen politischen Parteien und Institutionen wie NGOs, schecht aufgestellt und behindert so nicht nur Innovation, sondern kann auch Gesundheit gefährden. Es ensteht so ein Klima der Angst und Furcht, das der Gesundheit abträglich ist.

Das Konzept des digitalen Zwillings hat das Potenzial, unser Gesundheitswesen zu revolutionieren. Das virtuelle Abbild jedes Patienten ist die Grundlage für die personalisierte Medizin. Anhand des Computermodells kann es Medizinern gelingen, für jeden Patienten auf Basis seiner DNA die maßgeschneiderte Therapie zu finden.“ Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC

Wer soll die Kosten für die flächendeckende Einführung digitaler Zwillinge in der Gesundheitswirtschaft tragen? In diesem Punkt geben die Studienteilnehmer eine eindeutige Antwort: 62 Prozent plädieren dafür, dass die Kostenverantwortung bei den Krankenkassen liegen soll, in der Gruppe der Diabetiker-Patienten sind es sogar 71 Prozent. „Natürlich sind zu Beginn enorme Investitionen notwendig. Doch das Konzept digitaler Zwillinge bietet uns auf Dauer die Chance, sowohl bei der Prävention als auch bei der Diagnostik und Therapie hohe Summen einzusparen und Patienten gleichzeitig gezielter und besser zu behandeln“, bilanziert Michael Burkhart. Aber es ist ni cht zwingend, dass die Kassen die Kosten tragen, der digitale Zwilling als Testpatient kann sicher auch trefflich durch Privatinstestoren auf die Schiene gebracht werden.

 

 

 

 

(´Quelle/Aussender: PwC)

 

Leave a Reply