Promovierende – die noch unbekannten Wesen im deutschen Wissenschaftssystem

Man weiß von rund 60.000 Promovierende in Deutschland, dopch was sie denken, meinen und wer sie sind, weiß man nicht so genau. Sie stellen ohne Zweifel Teil der künftigen Entscheider- und Forscherlandschaft dar.

Heute beginnt die erste Runde der Online-Befragungsstudie „Nacaps“ (National Academics Panel Study), zu der rund 60.000 per Mail eingeladen werden, um an dieser Studie teilnzunehmen.

Im Verlauf der Befragung werden die Promotionsbedingungen, Karriereabsichten und Karriereverläufe sowie die allgemeinen Lebensbedingungen Promovierender in Deutschland erstmals systematisch untersucht. „Promovierende waren lange Zeit eine Art unbekanntes Wesen für die Hochschulen“, so Nacaps-Projektleiter Dr. Kolja Briedis. „Die vor gut einem Jahr eingeführte Promovierendenstatistik wird helfen, endlich einen Überblick darüber zu bekommen, wie viele Personen überhaupt an deutschen Hochschulen promovieren. Viele wichtige Fragen bleiben aber weiterhin ungeklärt. Wie wirken sich zum Beispiel unterschiedliche Promotionsbedingungen auf den Promotionsfortschritt aus? Welche beruflichen Ziele verfolgen Promovierende? Und wer verbleibt nach der Promotion im Wissenschaftssystem? Um Antworten darauf zu erhalten, müssen wir die Promovierenden selbst fragen“, so Briedis weiter.

Ab heute haben die Promovierenden der kooperierenden Partnerhochschulen sechs Wochen lang Zeit, um die Fragen zu Themen wie Motivation, Qualifizierungs- und Beschäftigungsbedingungen, Karriereverläufen innerhalb und außerhalb des Wissenschaftssystems u.v.m. zu beantworten. Von den Ergebnissen der Studie werden auch die Befragten selbst profitieren, denn mit den Ergebnissen können die Hochschulen ihre Angebote und Unterstützungsleistungen verbessern. Dass auch seitens der Bildungspolitik ein großer Bedarf an umfassenderen Informationen über Promovierende besteht, wurde im letzten Bundesbericht zum Wissenschaftlichen Nachwuchs (BuWiN) deutlich, denn dort wurden erhebliche Lücken in der Datenlage zum wissenschaftlichen Nachwuchs offenbar.

 

 

 

(Quelle/Sender: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung)

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