Bürokratie vernichtet die Wirtschaft

Krisen und Katastrophen machen Schwachpunkte sichtbar. Eine der Hauptschwachpunkte Deutschlands wird während der Coronakrise überdeutlich: Deutschlands Bürokratie und die Gesetzesflut mit ihrem Abmahnunwesen.

Die DIHK bringt es aktuell auf den Punkt: “Für viele Unternehmen bedeutet Bürokratie ein ganz erhebliches Geschäftsrisiko. Und obwohl die aktuelle Bundesregierung bereits drei Bürokratieentlastungsgesetze auf den Weg gebracht hat, kommen immer noch mehr neue Vorschriften hinzu, als alte wegfallen.”

Schnörkelos bringt eine aktuelle Studie dies auf den Punkt: “Die Fülle von staatlichen Vorgaben und Verpflichtungen kostet deutsche Unternehmen einen erheblichen Teil ihrer Rendite und kann insbesondere für mittelständische Betriebe sogar existenzgefährdend sein.”

Bürokratiekosten aufgrund komplizierter Vorgaben und Verpflichtungen machen bei einem typischen Unternehmen im Gastgewerbe jedes Jahr 2,5 Prozent des Umsatzes aus. Bei durchschnittlichen Margen und hohen Arbeitsbelastungen kann das die Betriebe in ihrer Existenz und Nachfolge gefährden.

Laut der Studie leisten die Unternehmen der Branche durchschnittlich 14 “Überstunden” pro Woche, um 100 bis 125 komplexe Vorschriften etwa zur Kassenrichtlinie, Hygieneüberwachung oder Datenschutzgrundverordnung zu erfüllen.