In der aktuellen Pressemitteilung der ‘Israel Innovation Authority’ heißt es, dass man nach rund einem Jahr “langer und intensiver” (aka sehr zähen) Verhandlungen endlich eine Vereinbarung mit der EU hat treffen können, die den Zugang Israels zum größten Wissenschaftsförderungsprogramm der Welt mit rund 95,5 Milliarden Euro Fördermittel erlaubt. Seit 25 Jahren nimmt Israel am Horizon-Programm teil und informierte Quellen meinen, dass diese Verhandlungen besonders zäh waren.
Anmerken muss man, dass trotz dieser immensen Fördermittel EU-europäische Unis und Start-ups underperformen und viele der erfolgreichen Vorhaben ohne Israel kaum möglich gewesen wären bzw sein dürften.
Man kann sagen, dass es mehr zum Vorteil der EU ist, wenn Israel teilnimmt. Denn Innovation findet in Israel statt. Ähnliches hat eine wissenschaftliche Studie von BASIC über die Beziehung der Ecosysteme Silicon Valley (USA) und Silicon Wadi (Israel) ergeben, wo man freimütig einräumt, dass ohne israelische Unternehmen US-amerikanische Unternehmen wie Google&Co nicht einen derartigen Wettbewerbsvorteil hätten und auch beibehalten konnten, wie auf Glocalist berichtet.
Man darf ähnliche These auch für EU-Europa annehmen, ohne jedoch dass EU-Europa bisher fähig gewesen wäre, diesen Vorteil zu realisieren. Es liegt mutmaßlich und wie so oft an der Bürokratie und mangelhafter Unternehmenskultur in EU-Europa. Antisemitismus mag da auch eine Rolle spielen.
Die Freude in der Politik Israels ist groß, wie man aus der Pressemitteilung entnehmen kann: “Nach einem Jahr langer und intensiver Verhandlungen wurde der Text eines Abkommens über den Beitritt Israels zum europäischen F&E-Programm Horizon – dem größten F&E-Programm der Welt mit einem Gesamtbudget von rund 95,5 Milliarden Euro – fertiggestellt.
Mit der Fertigstellung des Abkommens geht eine umfassende diplomatische und politische Kampagne unter der Leitung des Außenministeriums zu Ende, die die von der Innovationsbehörde über das Israel-Europe R&D Directorate (ISERD) geführten professionellen Verhandlungen begleitet hat.
An den Verhandlungen waren das Außenministerium, das Finanz- und das Justizministerium, das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Technologie sowie der Planungs- und Haushaltsausschuss des Rates für Hochschulbildung beteiligt. Der Beitritt Israels zum Horizon-Programm ist ein Meilenstein in den Beziehungen zur Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten.
Neben der Verabschiedung des Abkommenstextes läuft derzeit ein gegenseitiges Genehmigungsverfahren in der Europäischen Kommission und in Israel (Knesset und Regierung), damit das Abkommen noch im laufenden Arbeitsjahr in Kraft treten kann. Die Unterzeichnung des Abkommens wird voraussichtlich im Dezember stattfinden.
Außenminister Yair Lapid: “Der Beitritt Israels zu Horizon Europe wird zu hochwertigen Arbeitsplätzen, Spitzentechnologien und der Eröffnung neuer israelischer Unternehmen führen. Wir werden Israel weiterhin zu neuen Höhenflügen in der Wirtschaft und in der technologischen Innovation führen. Das Außenministerium wird weiterhin wirtschaftliche und wissenschaftliche Möglichkeiten für Israel schaffen. Der Beitritt Israels zu Horizon ist ein weiterer Schritt in unserer Politik der Verbindungen, der uns nicht nur der Europäischen Union als Ganzes, sondern auch jedem einzelnen europäischen Land auf bilateraler Ebene näher bringt und eine Verbindung zwischen den Wissenschafts- und Technologiesektoren in Israel und ihren europäischen Pendants schafft. Dies ist ein weiterer Schritt, um Israel als zentralen Akteur in einem der wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsprogramme der Welt zu etablieren.”
Die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Technologie, Orit Farkash-Hacohen: “Wir freuen uns über den Abschluss der Verhandlungen über den Beitritt Israels zu dem wichtigen Horizon-Programm. Seit 25 Jahren nimmt Israel an dem europäischen Forschungs- und Entwicklungsprogramm teil, das als strategische Plattform für Forschung und technologische Führung in Israel dient. Der Abschluss der Verhandlungen im Vorfeld des Beitritts Israels zum neunten Programm ist ein wichtiger Schritt für Wissenschaft und Industrie. Israel wird in Zusammenarbeit mit den besten Forschern, dem besten Wissen und der besten Infrastruktur Europas weiterhin wissenschaftliche Exzellenz und technologische und kreative Innovation nach Europa bringen.“
Finanzminister Avigdor Lieberman: “Das Horizon-Programm ist eines der weltweit führenden FuE-Programme, das exzellente wissenschaftliche Forschung mit unternehmerischer Initiative und technologischer Innovation verbindet. Der Beitritt Israels zu diesem Programm zeigt, welche Bedeutung Israel den Investitionen und der Förderung von Forschung und Entwicklung als Schlüssel für künftiges Wirtschaftswachstum beimisst“.”
English Translation
The latest press release from the Israel Innovation Authority says that after about a year of “long and intense” (aka very tough) negotiations, an agreement has finally been reached with the EU that will allow Israel access to the world’s largest science funding programme, with around €95,5 billion in funding. Israel has been participating in the Horizon programme for 25 years and informed sources say that these negotiations were particularly tough.
It should be noted that despite this immense funding, EU European universities and start-ups are underperforming and many of the successful projects would hardly have been possible without Israel.
One can say that it is more to the EU’s advantage if Israel participates. Because innovation takes place in Israel. Similarly, an academic study by BASIC on the relationship between the Silicon Valley (US) and Silicon Wadi (Israel) ecosystems freely admits that without Israeli companies, US companies such as Google&Co would not have and could not maintain such a competitive advantage, as reported on Glocalist.
One may assume a similar thesis for EU-Europe, but without EU-Europe having been able to realise this advantage so far. It is presumably, and as so often, due to bureaucracy and poor corporate culture in EU-Europe. Anti-Semitism may also play a role.
There is great joy in Israel’s politics, as one can see from the press release: “After a year of long and intensive negotiations, the text of an agreement for Israel’s accession to the European Horizon R&D program – the largest R&D programme in the world with a total budget of some 95.5 billion euros – has been completed.
The completion of the agreement successfully brings to an end a comprehensive diplomatic and political campaign led by the Foreign Ministry, which accompanied the professional negotiations led by the Innovation Authority through the Israel-Europe R&D Directorate (ISERD).
The Foreign Ministry, Ministries of Finance and Justice, the Ministry of Innovation, Science and Technology, as well as the Planning and Budgeting Committee of the Council for Higher Education took part in the negotiations. Israel’s accession the Horizon programme is a milestone in ties with the European Union and its member states. Alongside the approval of the text of the agreement, a mutual approval process is currently underway in the European Commission and in Israel (Knesset and government), in order that the agreement come into effect during the current work year. The signing of the agreement is expected to take place in December.
Foreign Minister Yair Lapid: “Israel joining Horizon Europe will lead to high-quality jobs, cutting-edge technologies, and the opening of new Israeli businesses. We are continuing to lead Israel to new heights in both business and technological innovation. The Ministry of Foreign Affairs will continue to create economic and scientific opportunities for Israel. Israel joining Horizon is yet another step in our policy of connections, bringing us closer not only to the European Union as a whole but also to each of the countries of Europe on a bilateral level as well, and building a connection between the science and technology sectors in Israel and their European counterparts. This is yet another step in establishing Israel as a central player in one of the most important research and development programs in the world.”
Minister of Innovation, Science and Technology, Orit Farkash-Hacohen: “We are happy to conclude negotiations for Israel’s accession to the important Horizon program. For the past 25 years, Israel has taken part in the European R&D program, which serves as a strategic platform for research and technological leadership in Israel. The conclusion of the negotiations ahead of Israel’s entry into the ninth program is a significant step for academia and industry. Israel will continue to bring scientific excellence and technological and creative innovation to Europe, in cooperation with Europe’s best researchers, knowledge, and infrastructure”.
Minister of Finance, Avigdor Lieberman: “The Horizon program is one of the world’s leading R&D programs, combining excellent scientific research with entrepreneurship and technological innovation. Israel’s accession to the program reflects the importance that Israel grants to investment and support for R&D as the key for future economic growth”. “