Amazon hebt den Mindestlohn an

Silicon Valley im besonderen und Kalifornien im allgemein sind sehr teure Pflaster. Viele Angestellte können kaum die hohen Lebenskosten tragen, weshalb der Zweit- und Drittjob durchaus Ussance ist; gerade in nieder quaifizierten Bereichen.

Doch genau diese schlecht bezahlten Jobs sind neben Innovation und hochbezahlten Marketing- und Codinggenies das eigentliche Backbone der Plattformökonomie. Am Ende des Tages muss ausgeliefert werden und die Logistik stimmen. Viel zu lange haben hier viele Internetriesen auf Billiglöhne sich verlassen können.

Amazon hat die Botschaft verstanden, wenn auch auf noch überschaubaren Niveau und hebt seinen Minimumlohn auf 15 US-Dollar je Stunde an. Davon sind rund 250.000 Mitarbeiter von Amazon betroffen und noch einmal rund 100.000 Saisonarbeiter. Die Erhöhung des Lohnes wird ab 1. November wirksam. Nach Walmart ist Amazon der zweitgrößte private Arbeitgeber in den USA.

Dazu sagt Jeff Bezos, CEO von Amazon und Eigentümer der Washington Post: “We listened to our critics, thought hard about what we wanted to do and decided we want to lead. We’re excited about this change and encourage our competitors and other large employers to join us.

Man darf tatsächlich gespannt sein, ob nun die anderen Webunternehmen nachziehen. Amazon hat zulezzt auch Druck von US-Präsident Donald Trump bekommen, der dem Treiben der Plattformökonomien zunehmend kritisch gegenübersteht. Amazon geht nun aber in die Offensive und verlangt die bundesweite Anhebung des Mindestlohnes, der aktuell bei 7,25 US-Dollar pro Stunde liegt.

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