Bosch steigt ins Carsharing für Elektro-Transporter ein

Gemeinsam mit der Baumarktkette toom, die zur REWE-Group gehört, will Bosch ab Dezember für vorerst fünf ausgewählten toom Baumärkten Elektro-Transporter anbieten, die man per App zur Miete buchen kann. Also “Carsharing” oder treffender “Vansharing”.

Zunächst werden Baumärkte in Berlin, Frankfurt, Leipzig, Troisdorf und Freiburg den Dienst anbieten. An diesen Märkten stehen bereits Ladesäulen für die kleinen elektrischen Nutzfahrzeuge, die beim neuen Leihservice von StreetScooter kommen.

Sollte dieses Angebot angenommen werden, steht einer Expansion in Richtung anderen Märkten nichts im Wege, so Bosch. Wehrmutstropfen ist, dass man das Fahrzeug an die Mietstation rückbringen muss, was nun nicht wirklich dem Sharing-Konzept entspricht. Auch der Vorteil, den Bosch sieht, dass man nun keinen lästigen Papierkram mehr habe, wenn man ein Auto anmiete, weil bequem über die App, ist relativ, da man statt den Papierkram eben den digitalen Kram hat.

Aktuell nutzen rund zwei Millionen Nutzer das Carsharingmodell in Deutschland und man darf von einer steigenden Tendenz ausgehen. Mit Blick auf die Antriebsart fahren aktuell rund 10% der carsharing-Autos mit Elektroantrieb. Das ist ausbaufähig, soferne man tatsächlich E-Mobilität als Zukunft erachtet, da die cradle-to-cradle Ökobilanz für E-Autos düster aussieht, wie Kritiker es darstellen. Die ökologische Achillesferse der E-Autos ist die Produktion und Entsorgung der Batterien.

Das Teilen von elektrischen Transportern hat großes Wachstumspotenzial“, sagt Dr. Rainer Kallenbach, Vorsitzender des Bereichsvorstands für den Geschäftsbereich Connected Mobility Solutions von Bosch. Diese Annahme ist unterlegt mit einer Prognosestudie von Frost&Sullivan, die für 2015 rund 36 Millionen Nutzer weltweit sehen. Die Zukunft wird weisen, ob diese Wette aufgeht.

 

 

 

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