DAX-Konzerne werden transparenter bei Prognosenberichte

So der aktuelle Bericht von Kirchhoff Consult AG (Hamburg) und die DSW – Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (Düsseldorf) in ihrer gemeinsame Studie zur Transparenz und Qualität der Prognoseberichte der DAX-Konzerne für das Jahr 2017.

Vor dem Hintergrund des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes, das im Frühjahr 2017 in Kraft getreten ist, hat die diesjährige Prognoseberichtstudie auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Prognosebericht bewertet. Dafür wurde eigens der neue Indikator „Prognose für nichtfinanzielle Leistungsindikatoren“ eingeführt und bei der Gesamtbewertung berücksichtigt.

12 der 30 DAX-Konzerne machen Vorhersagen zum Verlauf nichtfinanzieller Indikatoren, davon 9 sogar mit einer quantitativen Prognose. „Die stark rückläufige Anzahl der Berichte mit schwachem Prognosebericht ist überaus erfreulich. Gerade für die Aktionäre ist eine transparente und zuverlässige Guidance ein wichtiger Bestandteil für ihre Investitionsentscheidung. Denn Transparenz schafft Vertrauen“, betont Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der DSW – Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

 

Lufthansa und Merck Nachzügler

Die Bewertung der Transparenz der Prognoseberichte erfolgte nach drei Kategorien „Hohe Transparenz“, „Mittlere Transparenz“ und „Niedrige Transparenz“. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich bei der Auswertung eine positive Entwicklung: Zwei der 30 DAX-Konzerne – Lufthansa und Merck – konnten nicht überzeugen und erhielten das Prädikat „Niedrige Transparenz“ für ihren Prognosebericht. Im Vergleich: vergangenen Jahr waren es noch sieben.

13 DAX-Gesellschaften erreichten eine „hohe Transparenz“ in der Bewertung ihres Prognoseberichts, gegenüber zwölf im vergangenen Jahr. Den Sprung in die Kategorie „Hohe Transparenz“ schafften die Deutsche Börse und Fresenius Medical Care.

Das gestiegene Transparenzniveau zeigte sich aber vor allem in der mittleren Bewertungskategorie: Mit 15 DAX-Unternehmen – vier Unternehmen mehr als im vergangenen Jahr – fiel erstmals die Hälfte der untersuchten Unternehmen in die Kategorie „mittlere Transparenz“. Insgesamt die meisten Transparenz-Anforderungen erfüllte die Deutsche Telekom.

Etwas anders sieht Fuchsbriefe  die Lage der Transparenz bei DAX-Konzernen. In seinem Bericht 2107 liest man: “Die Compliance-Systeme der DAX 30 sind überwiegend intransparent und wirken in der Eigendarstellung der Konzerne – so weit veröffentlicht – vielfach lückenhaft.

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