Private Equity (PE)-Häuser fokussieren sich zu stark auf Kostensenkungen, um den Wert ihrer Portfolio Unternehmen zu steigern. Ihr Erfolgspotenzial stiege deutlich, würden sie auf andere Wertschöpfungskomponenten ebenso stark setzen – insbesondere auf die Working-Capital-Effizienz und Umsatzwachstum.
Dies sind wichtige Erkenntnisse des Private-Equity-Reports „Creating value beyond the deal“, den die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erarbeitet hat. PwC hat dafür 100 Entscheider von Finanzinvestoren befragt, die in den 36 Monaten vor der Befragung einen oder mehrere Deals abgeschlossen haben. Der PE-Report untersucht, wie Finanzinvestoren das Renditepotenzial ihrer Transaktionen bestmöglich ausschöpfen.
70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihren wesentlichen Renditehebel in Kostensenkungen sehen, lediglich 53 Prozent nannten Working-Capital-Effizienz. Liquide Mittel im operativen Geschäft freizusetzen ist besonders wichtig für Wertsteigerungen von stark fremdfinanzierten Deals. Des Weiteren nannten lediglich 45 Prozent der befragten Investment Manager Umsatzsteigerung als Renditehebel.
Die Investitionskapazitäten von PE-Häusern sind 2018 weiter gestiegen. Der Wettbewerb um attraktive Zu- und Verkäufe steigt folglich auch. Hinzu kommt die große Konkurrenz durch strategische Unternehmen mit vollen Akquisitionskassen.
„Der intensivere Wettbewerb treibt die Transaktionspreise weiter, weshalb Wertsteigerungen immer schwieriger werden“, sagt PE-Experte Steve Roberts. „Der Anteil der PE-Unternehmen, die mit ihren Deals keine signifikanten Werte schaffen, steigt. Kostensenkungen reichen eben kaum noch aus, um Werte zu steigern.“ PE-Unternehmen sollten auch Wertschöpfungshebel aktivieren, die ihnen bislang zu komplex erscheinen. Dazu gehöre eine Wertschöpfungsstrategie, die auch Exit-Szenarien frühzeitig einbezieht.
Quelle/Sender: PwC