Zuversicht bei deutsche Start-ups. Im Fokus Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Und Grün wählen.

Optimismus gehört sicher zum Couperto eines Stat-ups, man glaubt an seine Idee und eine bessere Zukunft. Darum könnte man auch sagen, je mehr Start-ups, umso optimistischer ein Land; vielleicht.

Jedenfalls der 7. Start-up Monitor zeigt, dass deutsche Start-ups sich von der Rezessionangst unbeeindruckt zeigen und zuversichtlich sind. Deutschland kann es brauchen. Sie, die Start-ups, wollen in den kommenden zwölf Monaten im Schnitt acht neue Arbeitsplätze schaffen, so eine aktuelle Erhebung von PwC.

Aber, was den Blick – zu Recht – in die Zukunft trübt, sei die mangelhafte Aussicht auch Kapital zu beschaffen. Da ist sie wieder die deutsche Risikoscheu, die german angst.

Dennoch: Der Optimismus lässt sich auch an den Umsatzzielen ablesen: Rund zwei Drittel der Startups kalkulieren für das kommende Geschäftsjahr mit einem Jahresumsatz von über 500.000 Euro, während im aktuellen Geschäftsjahr nur 44 Prozent mehr als eine halbe Million an Erlösen erwirtschaften.

Zu diesen Ergebnissen kommt der 7. Deutsche Startup Monitor (DSM), den der Bundesverband Deutsche Startups e. V. und die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC heute in Berlin vorstellen. Beteiligt haben sich daran knapp 2.000 deutsche Startups: Das ist die mit Abstand höchste Teilnehmerzahl, seit der DSM im Jahr 2013 erstmals veröffentlicht wurde.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Knapp zwei Drittel der Befragten haben ein digitales Geschäftsmodell. Im Zentrum stehen dabei immer häufiger innovative Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Virtual Reality oder Blockchain. Zudem werden Kriterien der Nachhaltigkeit bei der Gründung immer wichtiger. Ein gutes Drittel der Befragten (37 Prozent) ordnet seine Produkte oder Dienstleistungen der „Green Economy“ zu.

Der Fokus auf „grüne“ Themen spiegelt sich übrigens auch im Wahlverhalten der Befragten wider, weiß PwC zu berichten: Rund 44 Prozent der Gründerinnen und Gründer wählen grün. Das sind fast 20 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Mangelende Kohärenz

Korrespondierend dazu: Für 38 Prozent der Befragten ist die Kapitalbeschaffung eine große Hürde. Kapital und Grüne Politik wollen, so scheint es, nicht recht zueinander passen. Wie auch der an-sich richtige Wunsch von Zwei Drittel der Start-ups: Sie fordern den Abbau regulatorischer und bürokratischer Hürden.

Es scheint so nicht nur an den Netzwerken zu fehlen, wie die Studie bemerkt- 39 Prozent der Gründerinnen und Gründer finden es als schwer, Zugang zu den relevanten Personen auf dem Kapitalmarkt zu erhalten – sondern auch an Konsistenz und Authentizität: Grün wählen und gleichzeitig Deregulierung sich zu wünschen, das geht eben nicht einher. Man kann dies auch als mangelnde Kohärenz bezeichnen. Und dafür haben Investoren auch eine feine Nase.

Quelle: PwC