KI-Strategie der Bundesregierung ist bislang enttäuschend

„Die Umsetzung der vor einem Jahr verabschiedeten KI-Strategie der Bundesregierung ist bislang enttäuschend. Die bescheidenen Mittel von 500 Millionen Euro pro Jahr haben bislang noch so gut wie keine Wirkung erzielt. In den USA wird gerade über ein 100-Milliarden-Dollar-Programm zur KI-Förderung diskutiert. Die Bundesregierung sollte überprüfen, ob die deutsche KI-Strategie überhaupt richtig dimensioniert ist. Und von den in der Strategie angekündigten 100 KI-Professuren in Deutschland ist nach einem Jahr noch nichts zu sehen, es sind bislang erst 30 ausgeschrieben worden. Wir müssen das Tempo massiv erhöhen.”, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Hinzu kommt die strategische Konzeptlosigkeit der Bundesregierung, neben den kleinen Taschen. Denn KI ist nicht gleich KI und es gilt hier die Spezifika der Themenfelder zu beachten.

Wolkig liest man in der aktuellen Pressemitteilung der Bundesregierung: “500 Millionen Euro hat die Bundesregierung für Künstliche Intelligenz (KI) bereitgestellt, seit die  KI-Strategie im November 2018 in Kraft getreten ist. Das Geld ist in die Weiterentwicklung von Ideen und in die Umsetzung erster Projekte geflossen. Ein Teil der Förderung kam Start-ups aus diesem Bereich zugute, deren Anzahl im vergangenen Jahr um 62 Prozent angestiegen ist. Im Hochschulbereich wurden weltweit 30 neue KI-Professuren für Deutschland ausgeschrieben, weitere folgen.”

Als besonders aussichtsreich erachtet Rohleder die Fokusierung von KI auf den medizinischen Bereich und Bereich der autonomen Mobilität. Bei letzteren muss man aber anmerken, dass hier der Abstand zu US-amerikanischen und israelischen Unternehmen realistisch kaum mehr aufzuholen ist. Und im Bereich der medizinischen Diagnostik und Therapie erscheint es ebenfalls eher aussichtlos zu sein.

In Summe: Deutschland verliert massiv an Boden.