Drei Private-Equity-Deals in deutsche IT-Unternehmen sorgen 2019 für neues Rekordhoch beim Investvolumen

Im Vergleich zu 2018 ist das Investitionsvolumen um 48 Prozent von 6,4 auf rund 9,5 Milliarden Euro gestiegen. Der Anstieg ist vor allem auf drei Megadeals zurückzuführen, wie PwC vermeldet.

Im Vergleich beispielsweise zu Israel oder USA nimmt sich dies aber bescheiden aus, aber in Deutschland werden halt kleinere Brötchen aktuell gebacken.

2019 gab es insgesamt 76 Transaktionen im deutschen IT-Sektor mit Beteiligung von Private Equity-Investoren – 16 mehr als 2018.

Ebenfalls gestiegen ist der durchschnittliche Transaktionsbetrag: Lag er 2018 noch bei 107 Millionen Euro, waren es 2019 125 Millionen Euro.

Verantwortlich dafür sind vor allem drei Megadeals, die im zurückliegenden Jahr stattfanden.

Im Dezember 2019 übernahm Hellman & Friedman den Online-Marktplatz Autoscout24 für 2,9 Milliarden Euro; HG erwarb den Softwareentwickler und IT-Dienstleister P&I Personal & Informatik AG (Transaktionsvolumen: zwei Milliarden Euro). Und im September 2019 hatte die Investitionsgruppe EQT den Netzbetreiber Inexio für rund eine Milliarde Euro übernommen.

2018 fanden demgegenüber nur zwei solcher Megadeals statt. „Wir beobachten klar eine Entwicklung hin zu immer größeren Transaktionen“, sagt Steve Roberts, Leiter Private Equity bei PwC.

Das liege vor allem an der höheren Bewertung der IT-Unternehmen. Für die nächsten Jahre rechnet PwC mit einer Fortsetzung des Wachstums und erwartet mehr Exits sowie weitere PE-Investitionen in Unternehmen, die sich auf Künstliche Intelligenz, Datenmanagement und -analyse spezialisiert haben, so PwC zusammenfassend.

25% der Deals verlustreich

Investitionen in deutsche IT-Unternehmen sind sehr profitabel, aber auch riskant“, erläutert PwC-Experte Steve Roberts eines der Kernergebnisse. So beliefen sich die Money Multiples im Durchschnitt auf das 3,5-Fache der Anfangsinvestition.

Jede zehnte Investition brachte sogar den 7,5-fachen Ertrag. Allerdings sind auch die Risiken vergleichsweise hoch: Bei mehr als 25 Prozent aller Deals standen am Ende Verluste, so die PwC Studie.

Quelle/Sender: PwC