Dieses außergewöhnliches Projekt im Labor für Biorobotik und Biomechanik (BRML) von Prof. Alon Wolf ist “tikun olam” (die Welt reparieren) in Aktion und ist tief verankert in der jüdischen Tradition.
Zusammen mit Haifa3D, einer Non-Profit-Organisation, arbeiten Studenten der Fakultäten für Maschinenbau, Biomedizintechnik, Elektrotechnik und Informatik im BRML an diesem einzigartigen Projekt. Gemeinsam entwerfen, produzieren und verteilen sie kostenlose Handprothesen an Kinder.
Funktionelle Handprothesen werden weder in Israel noch an vielen anderen Orten auf der Welt kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Handprothesen können Zehntausende von Dollar kosten. Für ein Kind, das ständig wächst, ist es unpraktisch und sehr teuer, sich überhaupt eine zu kaufen.
Technion-Studenten haben eine Methode perfektioniert, um die mechanischen und Roboterhände kostengünstig auf einem 3D-Drucker herzustellen. Die Kinder sind in der Lage, ihre eigenen Farben und Logos für die Hände zu wählen, und das macht für sie einen großen und bedeutsamen Unterschied. Kinder, die vorher schüchtern und beschämt waren, werden stolz auf ihre neuen Hände. Da sie keinen Ball fangen und keine anderen einfachen Aufgaben erledigen können, wird ihr Leben erheblich durch die Prothesen verbessert.
Israelische Kinder sind nicht die einzigen Empfänger von Technion 3D-Handprothesen. Die Hände wurden Kindern im Gazastreifen, im Judäa und Schomron, in Syrien und anderen Ländern weltweit geschenkt. Die Entwürfe werden der Welt durch die globale Organisation e-Nable zur Verfügung gestellt, einer Gemeinschaft, die Open-Source-Entwürfe für Hilfsgeräte erstellt und weitergibt, und sie werden auch auf der BRML-Webseite veröffentlicht.
Prof. Alon Wolf, der Leiter von BRML und Technion-Vizepräsident für Außenbeziehungen und Ressourcenentwicklung, erklärt: “Dies ist eine dieser Outreach-Aktivitäten, die einen großen Einfluss auf die Gesellschaft hat und unsere Studenten zu Führungspersönlichkeiten ausbildet, nicht nur zu technologischen oder unternehmerischen Führern, sondern auch zu Führungspersönlichkeiten mit Wirkung; die Wirkung, die sie mit dem Wissen, das sie während ihres Studiums am Technion erwerben, in die Gesellschaft einbringen. Das ist die Schönheit und Stärke des Technion“.
Quelle/Sender: Technion