Die deutsche Wirtschaft rechnet nicht nur mit einer schwierigen zweiten Jahreshälfte, sondern schaut zum Teil auch pessimistisch auf 2021, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), für die 31 große deutsche Wirtschaftsverbände befragt wurden, so einleitend das IW.
Und führt aus: “Fünf Verbände beobachteten ein besonders schlechtes zweites Quartal 2020, in dem die Produktion mindestens 50 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres lag, darunter beispielsweise die Automobilbranche oder das Hotel- und Gaststättengewerbe. Branchen, die auch schon vor Corona mit strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, leiden stark unter den Pandemie-Folgen – darunter beispielsweise der stationäre Einzelhandel. Lediglich die Finanzbranche schaut positiv auf die vergangenen und kommenden Monate: Sie greift mit Krediten Millionen Unternehmen unter die Arme, die Hilfe dürfte auch künftig stark gefragt sein. Trotz der einsetzenden Erholung nach dem flächendeckenden Lockdown erwarten 27 der 31 befragten Verbände auch für die zweite Jahreshälfte 2020 eine spürbare Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr.”
Zu einem ähnlichem Ergebnis kommt das ZEW in seiner Umfrage mit Fokus auf die gewerbliche Immobilienwirtschaft: “Auch der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) von ZEW und JLL kann sich der anhaltenden Corona-Krise nicht entziehen. Im zweiten Quartal 2020 fällt der Stimmungsindikator um 37,8 Punkte auf nun minus 56,7 Punkte. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Finanzierungssituation wie auch die Finanzierungserwartung für die kommenden sechs Monate sind deutlich zurückgegangen.“
Zur Studie des IW geht es HIER
Quellen/Sender: IW Köln, ZEW