Netanjahu verkostet Steaks für die keine Kuh geschlachtet worden ist von Aleph Farms (Israel). Israel solle Kraftzentrum für “alternatives Proteine” werden. Ein neuer Boom für Venture Capital und Startups steht vor der Türe.

GLOCALIST Leserinnen und Leser ist Aleph Farms bestens bekannt, die jüngst erst aufhorchen ließen, dass sie eine Fleischfabrik im Weltraum einrichten wollen. EIn strategisches Interesse respektive Ziel, das auch aktuell Premierminister Bejamin Netanjahu mit seinem Besuch bei Aleph Farms unterstreicht.

Der israelische Premierminister will Israel an der Spitze eines globalen alternativen Protein-Ökosystems positioniere. Bei seinem Besuch der Aleph Farms, ein Unternehmen für kultiviertes Fleisch, verkostete er kultivierte Steaks von Aleph farms.

Das Unternehmen gilt als Pionier in der Züchtung von echtem Fleisch direkt aus Kuhzellen unter kontrollierten Bedingungen, mit einem Bruchteil der Ressourcen, die für die Aufzucht eines ganzen Tieres für Fleisch und ohne Antibiotika benötigt werden.

Während eines globalen “Weltraumwettlaufs” zur nachhaltigen Produktion und Lieferung von qualitativ hochwertigem Fleisch und zur Sicherung eines stabilen Nahrungsmittelkanals für die wachsende Bevölkerung wird dieser Schritt alternative Proteine einen wichtigen Wachstumshebel für Israel darstellen.

Vor dem Verkostungsessen besichtigte der Premierminister in Begleitung des Tierschutzberaters der Regierung, Tal Gilboa, die Anlagen und erhielt einen Überblick über den Produktionsprozess und über die ausgeprägte Nachhaltigkeitsvision des Unternehmens.

Der Besuch beinhaltete auch eine Präsentation von Didier Toubia, dem Mitbegründer und CEO von Goldstein und Aleph Farms, der den National Policy Plan der Organisation vorstellte – einen detaillierten Fahrplan, um Israel zum globalen Führer alternativer Proteine zu machen.

Es ist köstlich und frei von Schuldgefühlen, ich kann den Unterschied nicht schmecken”, erklärt Benjamin Netanjahu, Premierminister von Israel. “Ich habe den Staatssekretär Tzahi Braverman angewiesen, ein Gremium zu ernennen, das diesen Industrien dient, um alle in diesem Bereich tätigen Akteure miteinander zu verbinden und zu monitoren. Israel wird zu einem Kraftzentrum für alternatives Fleisch und alternative Proteine werden“.

Nationaler Plan: 6 Ministerien und sehr viel Kapital

Israel ist zu einem herausragenden fruchtbaren Boden für Innovationen in der Lebensmitteltechnologie geworden aufgrund der engen Verknüpfung der akademischen Welt, der Lebensmittelindustrie und der Regierung, die sich mit Interventionen sehr zurückhaltet.

Die israelische Regierung hat das Land zu einem Nervenzentrum für Innovationen im Bereich pflanzlicher und kultivierter Fleischprodukte gemacht“, schwärmt Bruce Friedrich, Exekutivdirektor des Good Food Institute. “Israel schafft ein einladendes Ökosystem für alternative Proteininnovationen, und der Premierminister, der als erstes Staatsoberhaupt kultiviertes Fleisch isst, ist ein Beispiel für diese Unterstützung und unterstreicht das Engagement der Nation für die Zukunft des Fleisches“.

Sie stellt im vertrauen Ressourcen zur Verfügung und lässt einfach machen. Davon könnte EU-Europa lernen, wo jegliche Initiative und Fortschritt durch eine überbordende “controlleti”-Bürokratie und korrupten Politstrukturen in das Gegenteil verkehrt werden: Rückschritt und Stagnation.

Die alternative Proteinproduktion könnte sich als ein zentraler wirtschaftlicher Wachstumsmotor für Israel erweisen“, erklärt Nir Goldstein, Geschäftsführer des Good Food Institute Israel. “Mit staatlicher Unterstützung in dieser Branche könnten wir uns über 11.000 zusätzliche Arbeitsplätze freuen, die der Wirtschaft jedes Jahr Milliarden von Dollar einbringen würden. Israel, das derzeit nur 5% der von ihm produzierten Lebensmittel exportiert, könnte zu einem globalen Lieferanten von Rohstoffen und fortschrittlichen Produktionstechnologien für alternative Proteine werden. Dies alles kann Realität werden, zum Teil dank der bisherigen staatlichen Unterstützung, aber es hängt auch von der staatlichen Finanzierung von wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung bis hin zur Turboaufladung alternativer Proteininnovationen ab”, so Goldstein abschließend.

Um die Lebensmittelinnovation voranzutreiben, richtete die israelische Innovationsbehörde die FoodTech-Inkubatoren “The Kitchen Hub” und “Fresh Start” ein. Aleph Farms wurde vom The Kitchen Hub-Inkubator der Strauss-Gruppe in Zusammenarbeit mit Prof. Shulamit Levenberg, Dekanin der Fakultät für Biomedizinische Technik des Technion – Israel Institute of Technology, gegründet und gepflegt.

Alternative Proteine aus Israel

Aleph Farms, SuperMeat, MeatTech und Future Meat Technologies gehören zu den weltweit führenden Unternehmen für kultiviertes Fleisch und haben alle ihren Hauptsitz in Israel. Aleph Farms hat als erstes Unternehmen ein Steak außerhalb des Körpers einer Kuh angebaut und sich verpflichtet, bis 2025 CO2-neutral zu werden. SuperMeat und Future Meat Technologies haben das erste kultivierte Fleischrestaurant bzw. die erste Produktionsstätte eröffnet.

Der neue nationale Plan für alternative Proteine bezieht sechs verschiedene Ministerien ein und nutzt die einzigartigen Fähigkeiten Israels“, sagt Didier Toubia, Mitbegründer und CEO von Aleph Farms. “Aleph Farms ist ein großartiges Beispiel für eine solche Zusammenarbeit zwischen einer Regierungsbehörde, der Industrie und der Akademie – alle arbeiten zusammen, um sich eine führende Position in dieser Schlüsselindustrie zu sichern. Das Ziel der Umsetzung solcher nationalen Programme zur Ernährungssicherheit ist es, eine bedingungslose und sichere Versorgung mit qualitativ hochwertiger Nahrung für jedermann, jederzeit und überall zu gewährleisten. Wir haben das Glück, Teil der lokalen kultivierten Fleischindustrie zu sein, die gemeinsam an der Förderung eines globalen Übergangs für den Proteinsektor arbeitet”, fügt Toubia hinzu.

Quelle/Sender für den Israel bezogenen Teil: (endübersetzt, ausgewählt, red. bearbeitet, gruppiert und gekürzt von Glocalist): Aleph Farms