5 Startups aus Israel unter den globalen Top 50 Start-ups. Nur ein einziges aus EU-Europa! EU-Europa ist im Bereich Innovation fertig.

Gleich fünf isralische Startups finden sich unter den Top 50 Startups der Disruption. Das Ranking der Top 50 Disruptoren wird von CNBC zum achten Mal erstellt.

Auf diese Liste kommen nur privat finanzierte Startups, so CNBC, also keine staatsnahen Unternehmen und keine Unternehmen, die vorrangig durch die staatliche Hand finanziert bzw indirekt unterstützt werden. Ein K.O.-Kriterium für viele EU-europäische Startups.

Die Top Startups aus Israel, die Eingang in das globale Ranking gefunden haben sind: Neteera (Platz 9), Lemonade (Platz 17), Healthy.io (Platz 19), SentinalOne (Platz 31) und K Health (Platz 35).

Und CNBC hat da eine Mega-Liga zusammengestellt, denn bereits 36 der 50 Startups weisen einen Unternehmenswert größer als eine Milliarde USD auf.

Also, 10% der Top 50 kommen aus Israel. In Summe repräsentieren diese 50 Startups einen Unternehmenswert von rund 277 Milliarden USD. Wir sprechen hier also von der Premium-Liga und es sind keine Phantasmen aus dem Märchenwald.

EU-Europa deklassiert, irrelevant.

EU-Europa, das x-fach größer ist als Israel schafft es nicht, in der Liga von Israel zu spielen. Wie schon der Tage auf Glocalist ausgeführt, wird EU-Europa auch im Bereich Wagniskapital (Venture Capital) völlig deklassiert und abgehängt. Jener Bereich, der eben entscheidend ist, dass Top Startups überhaupt entstehen.

EU-Europa ist leider wie üblich völlig irrelevant und nur mit einer Platzierung – Klarna (Schweden) auf Platz 5 – zu finden. Es ist das einzige (!!) EU-europäische Unternehmen, das in dieser Premium-Liga mitspielen kann.

Mehr braucht man über den Niedergang EU-Europas eigentlich nicht wissen, der alleine in der Verantwortung der politischen Entscheiderklassen und Inkompetenzen der Bürokratien liegt.

Sie ruinieren imho Europa nachhaltig; leider. Alle anderen maßgebliche Regionen, Staaten sind vertreten wie China, Süd-Korea, Singapor oder sogar Indonesien, und natürlich als Platzhirsch die USA.

Springen, hüpfen, stolpern, fallen.

In Deutschand werkelt da eine Agentur für Sprunginnovation. Man kann dem nicht mehr anders als mit bitterem Sarkasmus begegnen. Schon der Name wirkt wie eine ungewollte Lachnummer in seiner furchtsamen Verkrampftheit.

Sucht ein internationaler VC nach Disruption in Deutschland, wird er sicher nicht “Sprunginniovation” in google eingeben oder danach fragen, sondern eher, genau, Disruption sagen und suchen. Dinge und Sachverhalte ohne Mehrwert umzubenennen, führt in die Islotation.

Man darf gespannt sein, ob sich nächstes Jahr eines der Unternehmen, die da diese staatlich finanzierte Agentur mit möglich macht, durch die “starken Netzwerke“, die da die Agentur für Sprunginnovation auf ihrer Website so sehr auslobt, unter den Top 50 der Startups finden wird.

Aktuell ist ja eher Stille um diese Agentur eingekehrt, aber dies ist sicher nur die Ruhe vor dem Sturm bevor das nächste deutsche Einhorn die Bühne in ihren mit reichlich Subventionen gehüllten Silberfüßchen betritt.

Anderswo haben wir ganze Herden von Einhörner, also privat finanzierte Unternehmen mit Unternehmenswerte größer als eine Milliarde USD. Ohne scheue Silberfüßchen und Subventionen.

Die letzte Pressemitteilung stammt aus September 2020. Die unterstützten Vorhaben klingen großartig und man fragt sich zwangsläufig, warum da nicht schon längst private Investoren im großem Stil eingestiegen sind.

Aber Einhörner sind ja scheue Wesen, zumal wenn sie durch Deutschlands Märchenwälder ihren Weg stolpernd finden müssen. Das Fallen wird vom lachenden Bürokraten dann auch noch als Sprung verkauft und neue Fördertöpfe öffnen sich wie durch Zauberhand. Deutschland, ein Wintermärchen 2.0.

Auf der Website der Sprungagentur findet man ein Unternehmen, das die europäische Supercloud realisieren oder ein Unternehmen, das da mal das Problem mit Mikroplastik gelöst haben will bzw gerade dabei ist.

Und blickt man auf EU-Europäische Ebene, dann sieht man auch ganz viele staatsnahe Agenturen, Netzwerke und NGO mit viel Geld springen, die da alle irgendwas von Gemeinwohl schwubbeln, Disruption suchen, wo der “Mensch im MIttelpunkt” stehe und “neue Heimat” für “radikales Denken” sein wollen; und ähnliche Floskel mehr aus dem zauberhaften Wort- und Satzbaukasten des polit-bürokratischen Biedermeiertums. Es ist so mühsam, dass sogar die Deutsche Industrie sich unzufrieden zeigt mit der Performance des Staates, wie auf Glocalist berichtet.

Zum Schluß zurück aus den Märchenwäldern Europas in die Wirklichkeit: Auf Platz 1 findet sich Stripe (USA), Platz 2 Coupang aus Süd-Korea und Platz 3 das vielbeachtete Startup Indigo Agriculture aus den USA, die AI in die Landwirtschaft bringen. Aber, Deutschland ist ja Märchenwelt, wo Minsterinnen einem schon mal erklären, dass man ja nicht bei jeder Milchkanne 5G brauche. Doch, braucht man.