Wie Globes unter Bezugnahme auf neuen Daten vom ‘Israel Export Institute’ berichtet, bleibt der Export von Technologie und damit verbundene Services der ‘Schlager” der israelischen Exportwirtschaft.
2020 ging der gesamte Export aufgrund der Pandemie jedoch leicht um rund 3% zurück und liegt nun bei doch beachtlichen 107 Milliarden USD. Der Warenexport ging 2020 um rund 4 % auf 54 Milliarden USD.
Hingegen stieg der Export von hochwertigen Unternehmensdienstleistungen um rund 9 % auf 47 Mrd. USD. Der Anstieg geht vor allem auf den Hochtechnologiesektor zurück, der gesamt rund 37 Milliarden USD ausmacht. Seit 2014 hat sich der Technologieexport verdoppelt.
Der Hauptexportmarkt mit rund 40% Anteil ist wenig überraschend die USA. Eine neue Dynamik erwartet sich das ‘Israel Export Insitute’ durch die Abraham Verträge, denn nun liegt ein Markt von rund 3 Milliarden Menschen im Radius von nur drei Flugstunden.
Bereits jetzt seien mit den Golf-Staaten der Abraham Verträge wirtschaftliche Abkommen im Wert von rund 1 Milliarde USD abgeschlossen worden. Und dies nach nur wenigen Monaten.
EU hat ein Problem, das Unternehmensberater nicht lösen können
EU-Europa wird vor diesem Hintergrund immer irrelevanter und sollte sich bemühen mit Israel neue wirtschaftliche Beziehungen aufzunehmen bzw zu intensivieren, was freilich nicht ohne politische Anerkennung möglich ist.
Denn leider ist EU-Europa einer der größten Finanziers von UNRWA und anderen israelfeindlichen NGOs und unternimmt kaum etwas gegen den dramatisch anwachsenden Antisemitismus in EU-Europa, ja befeuert ihn sogar indirekt.
Hier sei beispielsweise an die zahllosen UN-Abstimmungen erinnert, wo Deutschland und andere EU-Staaten regelmäßig gemeinsam mit islamistischen Staaten und anderen antidemokratischen Autokratien Israel verurteilen und gegen Israel stimmen.
Einige deutsche Großunternehmen scheinen durch die Anahme der IHRA-Definition von Antisemitismus verstanden zu haben, Antisemitismus bekämpfen zu müssen. Allerdings stoppten sie auf einem Drittel des Weges, wie hier auf Glocalist skizziert.
Auch sind die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in EU-Europa nicht mehr wirklich wettbewerbsfähig und durch eine hohe inflexible Regulations- und Bürokratiedichte gekennzeichnet. EU-Europa hat sehr viele Hausaufgaben zu machen bevor es als Partner für Israel auf Augenhöhe sich anbieten kann und wieder sichtbar wird.
Ohne einen glaubwürdigen Kampf EU-europäischer Staaten gegen heutigen Antisemitismus und gegen Israelhetze wird es nicht gehen. Und im Kampf gegen Antisemitismus und gegen Israelhetze wird EU-Europa gerade von den islamischen Golf-Staaten abgehängt. Fakt ist, dass jeder vierte Deutsche eine antisemitische Einstellung hat. Das kann man nicht wegleugnen und so tun, als wäre dies kein Hindernis und Problem in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Israel und EU-Europa.
Ob da staatlich, sprich durch die EU finanzierte Kooperationsplattformen zwischen EU-Europa und Israel helfen werden, ist da mehr als zweifelhaft und wohl eher getrieben durch die Interessen von Unternehmensberater und korrespondierender staatsnaher NGOs, die von der Planung und Durchführung solcher Plattformen als Auftragnehmer profitieren. Für die Finanzierung der Unternehmensberaterbranche ist die derzeitige EU-Kommissionspräsidentin van der Leyen ja bekannt. Die Ergebnisse mehr als zweifelhaft.
English Version
As Globes reports, citing new data from the ‘Israel Export Institute’, the export of technology and related services remains the ‘hit’ of Israel’s export economy. In 2020, however, total exports declined slightly by around 3% due to the pandemic and now stand at a still respectable USD 107 billion.
The export of goods decreased by around 4% to 54 billion USD in 2020. In contrast, exports of high-value business services rose by around 9% to USD 47 billion. The increase is mainly due to the high-tech sector, which accounts for a total of around 37 billion USD.
Since 2014, technology exports have doubled. The main export market, with a share of around 40%, is unsurprisingly the USA. The ‘Israel Export Institute’ expects a new dynamic through the Abraham treaties, because now a market of around 3 billion people lies within a radius of only three hours by plane.
Already, economic agreements worth around 1 billion USD have been concluded with the Gulf states of the Abraham treaties.
EU has a problem that management consultants cannot solve
Against this background, EU-Europe is becoming increasingly irrelevant and should endeavour to establish or intensify new economic relations with Israel, which, of course, is not possible without political recognition.
Unfortunately, EU-Europe is one of the biggest financiers of UNRWA and other anti-Israel NGOs and does hardly anything against the dramatically growing anti-Semitism in EU-Europe, even indirectly fuelling it. It is worth recalling, for example, the countless UN votes where Germany and other EU states regularly join Islamist states and other anti-democratic autocracies in condemning Israel and voting against it. Fact is further that every fourth German has an anti-Semitic attitude. You cannot deny this and pretend that it is not an obstacle and a problem in the economic relations between Israel and EU-Europe.
Some large German companies, by adopting the IHRA definition of anti-Semitism, seem to have understood the need to fight anti-Semitism. However, they stopped a third of the way through, as outlined here on Glocalist.
Also, the general economic framework conditions in EU-Europe are no longer really competitive and are characterised by a high inflexible density of regulations and bureaucracy.
EU-Europe has a lot of homework to do before it can offer itself as a partner for Israel at eye level and become visible again. Without a credible fight by EU-European states against today’s anti-Semitism and against Israel-baiting, it will not work.
And in the fight against anti-Semitism and Israel-baiting, EU-Europe is currently being left behind by the Islamic Gulf states. Whether state-funded, i.e. EU-funded, cooperation platforms between EU-Europe and Israel will help is more than doubtful and probably driven by the interests of business consultants and corresponding state-related NGOs that profit from the planning and implementation of such platforms as contractors.
The current EU Commission President van der Leyen is well known for financing the management consultancy industry. The results are more than dubious.