Steuerquote im Euroraum steigt ungebrochen weiter: 41,4%

Für 2017 lag die Steuerquote (die Summe aller Steuern, Abgaben und Nettosozialbeiträge in Prozent des Bruttoinlandsprodukts), also was jeder Bürger von seinem verdienten Euro an den Staat abgeben muss, im Euroraum für 2017 bei 41,4%, was einem Anstieg von 0,2% gegenüber 2016 bedeutet, so Eurostat. Der Anstieg mag als leicht qualifiziert werden, aber bei diesem hohem Niveau ist jeder Zehntelpunkt Anstieg schon zuviel. Es stellt sich die berechtigte Frage, wie bei derart hohen Lebenskosten (Wohnen, Mobilität) man Rücklagen für irgendetwas entwickeln soll.

Hochsteuerländer sind Frankreich, Belgien und Dänemar. Zum 40%-Klub gehören auch Österreich, Deutschland, Schweden, Finnland, Italien. Luxenburg und Griechenland. Wenig Steuern, also rund um die 20%, heben Irland, Litauen, Lewttland, Rumänien und Bulgarien ein. Über die höchsten Steuersenkungen dürfen sich ungarische Bürger freuen mit rund 1% weniger Steuerlast, die für 2017 bei 38,4% liegt.

Mit Blick auf die Steuerart werden im Euroraum der größte Anteil für Sozialabgaben eingetrieben, gefolgt von Produktions- und Importsteuern und dann schließlich Vermögens- und Einkommensteuern. Man kann auch sagen, dass der zwangsversicherte Bürger die Hauptsteuermelkkuh ist. Umgekehrt sinken die Ausgaben für den Sozialschutz nach Angaben von Eurostat. Die letzt verfügbaren Zahlen beziehen sich auf 2016. Hernach sanken die Ausgaben auf  28,2%.

 

 

 

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