Rund die Hälfte der deutschen Unternehmen investieren zu wenig oder gar nicht in Innovation und Zukunfsthemen und lediglich rund ein Viertel hat Bereitschaft zur Innovation.
Das zeigt ein Innovationsatlas, für den das IW Consult im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die deutsche Unternehmenslandschaft in unterschiedliche Innovationsmilieus eingeordnet hat.
Grundlage für die repräsentative Untersuchung ist eine Befragung von über 1.000 Unternehmen aus den Bereichen Industrie und industrienahen Dienstleistungen.

Die Studie bringt auf den Punkt, warum Innovation wichtig ist. Sie garantiert fast schon den wirtschaftlichen Erfolg: “Grundsätzlich gilt laut Studie: je innovativer ein Unternehmen, desto größer ist der wirtschaftliche Erfolg und desto dynamischer wachsen die Mitarbeiterzahlen. So fällt die Nettoumsatzrendite, die angibt, wie hoch der Anteil des Gewinns am Umsatz ist, bei den “Disruptiven Innovatoren” um 33 Prozent höher aus als im Durchschnitt aller Milieus. Ebenso überdurchschnittlich ist bei ihnen die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen. Die Anzahl der Mitarbeiter ist in den beiden Innovationsführer-Milieus zwischen 2016 und 2017 mehr als doppelt so stark gestiegen, wie bei innovationsfernen Unternehmen.“, so Armando Garcia Schmidt.
Besonders bedenklich sei laut Autoren der Studie, dass die Struktur innovationsferner Unternehmen und ihre Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland gravierend sei. Besonders in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehle es häufig an einer ausgeprägten Innovationskultur.
Die innovationsfernen Milieus der “Passiven Umsetzer”, der “Zufälligen Innovatoren” und der “Unternehmen ohne Innovationsfokus” setzen sich fast vollständig aus KMU zusammen. Brisant wird dieser Befund dadurch, dass diese Unternehmen deutschlandweit knapp 58 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen, so die Autoren zusamennfassend. Spitz könnte man sagen, dass rund 60% der Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet sind.
Der Ursachen sind viele neben zu komplexer Antragsstellung für Fördermittel bis hin zur fehlenden digitalen Infrastruktur. Aber, so aus eigener Erfahrung und Anschauung, fehlt es auch an einer Innovationskultur, die erst Räume des Denkens aufmachen. Hier könnte für KMU eine erste kostengünstige Lösung der philosophical desk sein.
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