Studie: Mietdeckel Berlin wird zu Wohnungsnot führen und Wohlhabende begünstigen.

Das Institut für Deutsche Wirtschaft geht in ihrem aktuellem Gutachten zum Mietendeckel in Berlin davon aus, dass dieser sowohl den Wirtschaftsstandort Berlin gefährde als auch die Wohnungsnot vergrößern wird.

Durch die Außerkraftsetzung des Marktes (Einfrieren bis hin Absenken der Mieten) werden noch mehr Menschen versuchen, ihr Glück in Berlin zu finden. Dies wird die Nachfrage stärken, ohne auf entsprechendes Angebot zu treffe.

Der Effekt laut IW: “Damit nimmt die ohnehin schon große Knappheit im Wohnungsmarkt zu, die Konkurrenz um Wohnungen steigt weiter. Profitieren werden von den geringeren Mieten vor allem Haushalte mit höheren Einkommen, da sie aus Sicht der Vermieter geringere Mietausfallwahrscheinlichkeiten aufweisen.

Dies wird durch einen zweiten angenommenen Effekt verstärkt, den das IW folgend beschreibt: “Vermieter reagieren auf solche Regulierungen vor allem dadurch, dass Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt und an Selbstnutzer verkauft werden. Damit verkleinert sich der Mietwohnungsmarkt, was wiederum den Zugang gerade für einkommensschwache Haushalte erschwert.

Nimmt man in Blick, dass der Senat aktuell nicht baut und Milliarden verpulvert, um einstmal veräußerte Wohnungen – natürlich teurer – zurückzukaufen, darf man davon ausgehen, dass sich die Lage in Berlin verschärfen wird. Es wird zu einer Zunahme des informellen Wohnungsmarkt kommen.

Umsatzrückgang im Ausbaugewerbe: 1,5 Milliarden per anno

Neben vielen weiteren negativen Auswirkungen hebt das IW den wirtschaftlichen Schaden hervor. “Damit verbunden ist auch ein Auftragsrückgang für Handwerker im Ausbaugewerbe. Erste Umfrageergebnisse legen einen Umsatzrückgang von 25 Prozent pro Jahr nahe, womit ein Auftragsvolumen von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr verbunden wäre. Von Entlassungen wären vor allem Arbeitnehmer mit eher geringen Einkommen betroffen, die auch heute schon weniger Chancen im Arbeitsmarkt haben.

Damit verbunden werden wohl auch alle Investitionen in die klimagerechte Sanierung wohl nicht mehr durchgeführt werden wie grundsätzlich Modernisierung wegfallen und die Bestandswahrung zurückgefahren wird, wie auch schon Vermieter angekündigt haben.

Es bleibt verwunderlich, wieso Berlin nach wievor Rot-Rot-Grün wählt; offensichtlich will Berlin es so. Denn Ursache für den Wohnungsmangel und den stetig zunehmenden Preisen liegt ausschließlich beim Senat, der selber zuwenig baut, Baugenehmigungen bürokratisch verschleppt und durch hohen Steuern und Betriebskosten der eigentliche Preistreiber ist.