Die Bundesnetzagentur hat ihren aktuellen Monitorbericht 2019 veröffentlicht und er ist alles andere als Anlaß für Lob und Jubel.
Die Energiewende beschert Deutschland den höchsten Strompreis in Europa und belastet damit besonders einkommensschwache Haushalte.
Bislang liegen die Börsenstrompreise 2019 auf dem Terminmarkt um rund 13 Prozent über denen des Jahres 2018. Und die Steuer- und Abgabenlast für Strom explodiert für 2020 förmlich auf 44 Milliarden Euro. Der Staat kann so als der eigentliche Preistreiber betrachtet werden.
Der BDWE schreibt dazu in seiner aktuellen Pressemitteilung: “Hinzu kommt, dass der Anteil der Strombeschaffungskosten am Strompreis für Endkunden nur noch rund ein Viertel beträgt. Den größten Anteil am Strompreis der Verbraucher haben mit 53 Prozent die Steuern, Abgaben und Umlagen. Sie steigen in Summe auch 2020 an. Im Jahr 2020 wird die Gesamtbelastung der staatlichen Steuern und Abgaben bei Strom voraussichtlich bei 44 Milliarden Euro liegen. Dies ist ein neuer Rekordwert. Auch die Netzentgelte, die etwa ein Viertel des Preises bestimmen, steigen 2020.“
In Konsequenz wird die von der Bundesregierung im Rahmen des Klimapakets geplante Senkung der Umlage für Erneuerbare Energien um gerade einmal 0,25 Cent ab 2021 wirkungslos bleiben.
Marktmechanismen ideologisch auszuhebeln scheitert einmal mehr und belastet gerade jene, die am wenigsten haben und stellt einen Wettbewerbsnachteil für die deutsche Wirtschaft dar.
Man wird nicht umhin kommen, den Austieg aus dem Atomkraftwerkausstieg in den Blick zu nehmen. Und auch der Kohleausstieg ist aufgrund neuester technischer Entwicklungen zu hinterfragen, denn Indien ist es gelungen Kohlekraftwerke einzurichten, die kein Co2 mehr austoßen.
Und wieso wird dann Strom ins Ausland, z. B. in die Niederlande verschenkt?