Der CEP-Indikator, der auf Basis des China Economic Panel (CEP) erhoben wird und die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarktexperten/-innen für China auf Sicht von zwölf Monaten wiedergibt, liegt aktuell bei minus 8,7 Punkten und damit 0,2 Punkte über dem Wert des Vormonats (Dezember 2019: minus 8,9 Punkte). Seit April 2018 liegt der CEP-Indikator damit praktisch ununterbrochen im negativen Bereich, so das ZEW in seiner aktuellen Pressemitteilung.
Die Punktprognosen des realen BIP gehen von einem Wachstum von 5,9 Prozent fürs laufende Jahr und von 5,8 Prozent für 2021 aus. „Damit setzt sich der leicht abwärts gerichtete Wachstumstrend der vergangenen Jahre fort“, so Michael Schröder.
Bemerkenswert an der aktuellen Umfrage ist weiterhin, dass der Ausblick für fast alle Branchen im negativen Bereich liegt. Auch für die bislang noch als Wachstumsträger angesehenen konsumnahen Wirtschaftsbereiche hat sich der Ausblick deutlich eingetrübt. Die gleiche Entwicklung zeigt sich auch in Bezug auf die Befragungsergebnisse zu den wichtigsten Wirtschaftsregionen.
„Es scheint, dass die fortgesetzten Anstrengungen der chinesischen Regierung, die Konjunktur über aktive Wirtschaftspolitik anzukurbeln, von den Befragten als nicht mehr sehr erfolgreich angesehen werden“, fasst Michael Schröder vom ZEW zusammen.
Quelle/Sender (gekürzt): ZEW