Deutschland: Start-up Report 2018: Kein Vertrauen in Politik

Bitkom veröffentlicht „Startup Report 2018“ mit Zahlen zu Personal, Finanzierung, Technologie, Standort und Politikzufriedenheit. Eine der Key-findings ist: Start-ups wollen eben die Welt mal schnell retten. Konkret meint dies, jedes dritte Start-up will die Welt verbessern. Manchmal erstreckt sich dies auf eine als subjektiv fehlend empfundene Dienstleistung oder Produkt bis hin zum ehrgezigen Ziel, gleich ganze soziale Probleme lösen zu wollen.

36 Prozent der Gründer haben somit das erklärte Ziel, die Welt zu verbessern. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Start-ups. „In Deutschland haben wir viele kluge Köpfe, viele gute Ideen, aber viel zu wenig Gründer. Es sollten mehr Menschen den Schritt von ihrer möglicherweise weltverändernden Idee zur Unternehmensgründung wagen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Hingegen wollen nur 15% mit ihrem Start-up reich werden.

Ein anderes Key-finding ist, dass Gründer der Politik einfach nicht mehr vertrauen. 9 von 10 Start-ups glauben, dass nur wenige oder gar keine Maßnahmen für Start-ups aus dem Koalitionsvertrag auch wirklich umgesetzt werden. Dies korrespondiert mit einem anderer Tendenz: Rund 40% würde kein zweites Mal mehr in Deutschland gründen. 6 von 10 Gründern (61 Prozent) würden ihr Start-up wieder in Deutschland gründen, vor einem Jahr waren es 68 Prozent.

Kapitalbedarf steigt

7 von 10 Start-ups (72 Prozent) benötigen für die kommenden zwei Jahre frisches Kapital, im Schnitt werden 3,1 Millionen Euro gebraucht. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2017 mit 2,5 Millionen Euro. Eine große Mehrheit (79 Prozent) ist aber zuversichtlich, das Kapital einsammeln zu können. Dafür beschäftigt jedes Start-up in Deutschland durchschnittlich 16 Mitarbeiter. Rund 70% wollen anstellen, aber rund 50% finden aber keine geeigneten Mitarbeiter. Dies mag erheblich daran liegen, dass man zwar die Welt retten will und für Diversity sich stark verbal einsetzt, jedoch man beispielsweise kaum ältere Mitarbeiter in Start-ups findet und jene auch kaum von diesen angestellt werden; man es also mit Ageism zu tun hat.

 

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