Mehr zu Fuß gehen, so will es das Umweltbundesamt (UBA).

Eine grundsätzlich sinnvolle und Nachhaltigkeit befördernde Maßnahme. Über ein Fünftel aller Wege werden in Deutschland ausschließlich zu Fuß zurückgelegt. Zu Fuß gehen ist emissionsfrei, leise und braucht wenig Platz. Den Verkehr per pedes zu stärken ist ohne Zweifel wichtig.

Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Fußgängerinnen und Fußgänger sind die blinden Flecken der Verkehrspolitik. Dabei ist Gehen die natürlichste und grundlegendste Form der Mobilität. Unser Konzept zeigt, wie wir den Fußverkehr stärken können – für mehr Umweltschutz und lebenswertere Städte. Wir brauchen eine bundesweite Strategie zum Fußverkehr,…“. Ob man gleich eine bund esweite Strategie bruacht, kann man diskutuieren, aber es steht Städten wie Kommunen frei hier rasch zu handeln. Vor allem in Großstädten.

Liest man den Bericht des UBA durch, kann man kaum falsches, aber dafür einiges fehlendes feststellen. Ohne Zweifel ist es sinnvoll die Gesetzeslage für Fußgänger zu verbessern, Investitionen in eine entsprechende fußgängerfreundliche Infrastruktur zu stärken, ja erst überhaupt zu tätigen, bis hin zu Kampagnen zur Bewußtseinsbildung und mehr Forschung.

Alles gut und schön. Angesprochen sind aber nicht jene Gründe, die oft im Alltag die eigentlichen Gründe darstellen, warum man lieber in das Auto steigt als zu Fuß geht: fehlende Nahversorgung, fehlende fußläufige Kita- und Schulplätze, völlig marode Gehwege, wo man Bergsteigerausrüstung braucht, um ohne Knöchelbruch voranzukommen, und vor allem fehlende Sicherheit, denn auf den Straßen Berlins, Kölns, Düsseldorfs ist man ziemlich alleine und steht rasch gewaltbereiten Gruppen gegenüber.

Der Fußweg – sofern er nicht zugeparkt ist von Autos und Motorräder und der “Rest” nicht durch rücksichtslose Fahrradfahrer beansprucht wird –  wird so mehr zum Spießrutenlauf. In manchen Bezirken Berlins, manche meinen ganz Berlin, hat man es mit No-Go-Areas zu tun, wo schon die Bezeichnung sagt, was nicht geht: Zu Fuß gehen. Da helfen dann auch keine Bewußtseinsmaßnahmen und bessere Gesetzeslagen mehr.

 

 

 

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