Die aktuelle IW-Konjunkturprognose für 2020 verspricht nichts gutes. Allgemein konstatiert man, dass Deutschland zunehmend unattraktiver für Unternehmen wird und auch der Jobboom wird 2020 sein Ende finden.
So fasst das IW-Köln zusammen: “Das konjunkturell schwache Jahr 2019 hinterlässt auch Spuren am Arbeitsmarkt. In diesem Jahr ist die Erwerbstätigkeit noch um 0,9 Prozent gestiegen, doch für 2020 scheinen die Betriebe ihre Personalnachfrage zurückzufahren: Im Jahresdurchschnitt wird die Erwerbstätigkeit nur noch um 0,3 Prozent steigen. Die IW-Konjunkturumfrage bestätigt diesen Trend. 29 Prozent der befragten Unternehmen wollen demnach Stellen abbauen und nur 21,5 Prozent planen mit mehr Mitarbeitern. „An der momentanen Lage ist nicht allein die Weltwirtschaft schuld“, sagt Studienautor Michael Grömling. „Für Unternehmen wird Deutschland im internationalen Vergleich unattraktiver.“ Besonders die Bürokratie, steigende Arbeitskosten und Regulierungen setzten der deutschen Wirtschaft zu und halten Investitionen zurück.“
Eine Vermögenssteuer und die neu eingeführte Co2-Steuer eweisen sich als Konjunkturkiller und führen den Mittelstand ein Stück weiter in den ökonomischen Niedergang.
Der Präsident der Diakonie Deutschland Ulrich Lilie sieht zwei Drittel der Gesellschaft wirtschaftlich bedroht und sagt gegenüber der DIE WELT: “Perspektiven der Mittelschicht bröseln uns unter der Hand weg“.
Die allgemeine Innovationsfeindlichkeit qua Angst und Zögerlichkeit tut da ihr übriges. Eine Kaste von Innovatoren haben nur den nächsten Steuertopf im Blick. In das Risiko will keiner gehen.