Es klingt wie ein kleines Wunder, aber Ben Gurion wird oft zitiert, dass wer nicht an Wunder in Israel glaubt, sei nicht realistisch.
Forscher des Technion haben ein eigenständiges System entwickelt, das selbst in Wüstenregionen Wasser aus der Luft produziert. Das innovative System ist in der Lage, kleine und isolierte Gemeinden mit Wasser zu versorgen, ohne dass Wasser über lange Strecken transportiert werden muss.
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden bis 2025 etwa 13% der Weltbevölkerung unter einer unzureichenden Verfügbarkeit von Trinkwasser leiden.
Aus diesem Grund ist der Zugang zu Süßwasser eines der 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die 2015 verabschiedet werden. Dieses Ziel war die Motivation für die Entwicklung eines eigenständigen Systems zur Wassergewinnung aus der Luft.
Die Technologie wurde von Professor David Broday und Professor Eran Friedler von der Abteilung für Umwelt-, Wasser- und Agrartechnik der Technion-Fakultät für Bau- und Umwelttechnik und dem Stephen and Nancy Grand Water Research Institute (GWRI) entwickelt.
Es handelt sich um die weltweit erste Technologie dieser Art: ein energieeffizientes System zur Herstellung von sauberem Wasser aus der Luft. Im Gegensatz zur bestehenden Technologie basiert das System der Technion-Forscher auf einem zweistufigen zyklischen Prozess: Abtrennung der Feuchtigkeit aus der Luft durch Absorption mit einer hochkonzentrierten Salzlösung und Trennung der Feuchtigkeit vom Trockenmittel unter und Kondensation des Dampfes unter Unterdruckbedingungen.
“Neben der Energieeffizienz bietet die neue Technologie einen weiteren Vorteil: Das Wasser durchläuft im Rahmen des Prozesses auch Prozesse zur Schadstoffentfernung“, so Prof. Broday. “Unsere Technologie macht Wasser zu einem Gebrauchsgut, da sie es ermöglicht, Wasser überall auf der Welt zu produzieren, ohne von bestehenden Quellen für flüssiges Wasser abhängig zu sein. Der von uns gebaute Prototyp zeigt, dass das System wie erwartet funktioniert, und wir arbeiten derzeit daran, es in ein kommerzielles Produkt zu verwandeln.“
Quelle/Sender (gekürzt): Technion
Klingt wie ein Wunder.
Tolle Idee!