“Zum 55. Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen initiiert ELNET Deutschland das German Israeli Network of Startups & Mittelstand (GINSUM). Zahlreiche renommierte Partner unterstützen das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für zwei Jahre geförderte neue Programm. Im Mittelpunkt steht die Verknüpfung israelischer Startups mit dem deutschen Mittelstand“, so ELNET einleitend in seiner aktuellen Pressemitteilung.
Es ist evident, dass Deutschland von Israel sehr viel lernen kann, besonders was die Etablierung erfolgreicher Start-up Ecosysteme und einer innovationsfreundlichen Kultur allgemein betrifft, wie auch in einem aktuellen Interview auf Glocalist mit dem Bundestagsabgeordenten Frank Müller-Rosentritt zum Ausdruck kommt.
Auch ist eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Israel mit der unteilbaren Hauptstadt Jerusalem und Deutschland grundsätzlich zu begrüßen und sehr wünschenswert.
Hindernisse, Aspekte, Herausforderungen.
GINSUM bzw. ELNET sehen drei Hindernisse, die es zu überwinden gilt. So schreibt ELNET in der aktuellen Pressemitteilung: “(…) GINSUM identifiziert drei zentrale Hindernisse für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen israelischen Startups und dem deutschen Mittelstand: fehlender Marktzugang, fehlende Transparenz über relevante Marktakteure sowie fehlende interne Ressourcen bei der Partnersuche.”
Vielleicht mag man noch das Thema Antisemitismus hinzufügen, denn in vielen Gesprächen von Glocalist mit israelischen Unternehmer und Startups ist die Frage der Sicherheit, Antisemitismus und Hetze gegen Israel durch zB. BDS ein großes Thema, das sich mit den Schlagworten “Antisemitismus und Israelhaß” zusammenfassen läßt.
GINSUM will sich in seinem Selbstverständnis als “unabhängige und neutrale Plattform” positionieren. Für die nächsten zwei Jahre sei die finanzielle Unterstützung dieses Vorhabens durch den Bund nach Angaben von ELNET gesichert.
In der Pressemitteilung liest man weiter, dass GINSUM “… sich ausdrücklich diesen (drei oben genannten Hindernissen; Anm. Red) Aspekten (widmen will, Anm.Red.) und bietet mit erfahrenen deutschen und israelischen Partnern an seiner Seite ideale Voraussetzungen den genannten Herausforderungen nachhaltig zu begegnen.”
Die Partner und Vorhaben
In der Pressemitteilung erfährt man die Partner, die da sind: “Mit an Board sind aus Deutschland: Bertelsmann Stiftung, Bundesverband Deutsche Startups e.V., Business Metropole Ruhr GmbH, Deutsch-Israelische Wirtschaftsvereinigung e.V., Digital Hub Logistics in Hamburg, Entrepreneurship Hub der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule, FutureSAX – die Innovationsplattform Sachsens, HafenCity Universität Hamburg, Hammerbrooklyn.Digital Campus, Israel Economic & Trade Mission, Koeln.Business, main Incubator/Impact Festival, NRWalley, Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) und in Israel: AHK Israel und Start-Up Nation Central (SNC).”
Die Vorhaben in den kommenden zwei Jahren sind viele und sicher nicht als unkomplex zu bewerten. Man darf gespannt sein und viel Erfolg wünschen. Die Vorhaben, die ELNET gemeinsam mit den genannten Partnern im Rahmen des GINSUM umsetzen will, sind: Roadshows, Pitch Events und Workshops, Kooperationen zwischen israelischen Startups, Mittelstand und kommunalen Akteuren und die Ansiedlungen israelischer Startups in Deutschland.
Darüber hinaus sollen Studien im Kontext deutsch-israelischer Innovationen durchgeführt und der Aufbau einer Online-Plattform zur Vernetzung geplant werden.
Carsten Ovens, ELNETs Executive Director und Initiator des GINSUM abschließend dazu: “Mit der israelischen Startup-Szene und dem deutschen Mittelstand bringt GINSUM zukünftig das Beste aus zwei Welten zusammen. Über 6.000 innovative israelische Startups bieten umfassende Möglichkeiten, insbesondere im Kontext GreenTech sowie Safe and Smart City. Von einer engeren Kooperation können beide Länder profitieren und ihre Wirtschaftssysteme stärken. ELNET verfügt dazu über langjährige Erfahrung in der europäisch-israelischen Zusammenarbeit sowie ein umfassendes Netzwerk in Wirtschaft und Politik.”