“Diamanten” gegen Klimawandel

Für den Klimawandel seien die Co2-Emissionen hauptverantwortlich. Diese zu reduzieren ist das allgemeine Ziel. Hier können Diamanten, genauer Nano-Diamanten eine entscheidende oder doch zumindest bedeutsame Rolle spielen. Dazu muss man mehrere Umwege gehen, denn nicht immer ist der direkte Weg auch der schnellste und zielführendste. Hier hat das Helmholtz Institut einen Weg, Ansatz entwickelt, den es folgend beschreibt: Eine Idee ist, das Treibhausgas CO2 wieder in den Energiekreislauf zurückzuführen: CO2 könnte mit Wasser zu Methanol verarbeitet werden, einem Brennstoff, der sich hervorragend transportieren und speichern lässt und Co2-neutral ist. In China seien schon Millionen von Kraftfahrzeugen mit Methanol in Betrieb. Dieses neue Verfahren, wo Nano-Diamanten als Katalysatoren eingesetzt werden, beseitigt eine der Schwachstellen der bisherigen Methanolproduktion: Ihr hoher Energieeinsatz, realisiert duch fossile Brennstoffe. Mit den Nano-Diamanten wird dieser wesentlich und substantiell reduziert, ja ersetzt durch den Einsatz von Sonnenlicht.

Die Reaktion, die an einen Teilprozess der Photosynthese erinnert, erfordert jedoch Energie und günstige Katalysatoren. Falls es gelingt, diese Energie aus Sonnenlicht zu nutzen und lichtaktive Photokatalysatoren zu entwickeln, die nicht aus seltenen Metallen wie Platin bestehen, sondern aus preisgünstigen und reichlich vorhandenen Materialien, gäbe es eine Chance auf „grüne“ klimaneutral erzeugte Treibstoffe mit geringem Energieeinsatz. Ja, und dieser Katalysator können eben Nano-Diamenten sein. Sie lassen sich durch Licht aktivieren und können dann bestimmte Reaktionen zwischen Wasser und CO2 beschleunigen und klimaneutrale „solare Brennstoffe“ erzeugen.

Bei Nano-Diamanten handelt es sich nicht um kostbare kristalline Diamanten, sondern um winzige Nanokristalle aus wenigen tausend Kohlenstoffatomen, die wasserlöslich sind und wie schwarzer Schlamm aussehen oder auch um nanostrukturierte „Kohlenstoff-Schäume“ mit sehr großen Oberflächen. Damit diese Materialien katalytisch aktiv werden, benötigen sie jedoch Anregung durch UV-Licht. Nur dieser Spektralbereich des Sonnenlichts ist energiereich genug, um Elektronen aus dem Material in einen „freien Zustand“ zu befördern, so dass die Reaktion zwischen Wasser und CO2 zu Methanol gelingt.

In Summe: Andere Wege sind möglich und bedürfen weder der hohen Steuerbelastung noch schwerwiegende Eingriffe in den Verhaltensweisen und Freiheit des Einzelnen.

 

 

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